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Zeulenroda-Triebes.  Stefan Raddatz kam als Kantor vor zehn Jahren in die Kirchgemeinde Zeulenroda-Triebes und fühlt sich auch heute noch genau richtig an diesem Ort und in seinem Team

Von seinen Kollegen der Kirchgemeinde Zeulenroda-Triebes gab es zum zehnjährigen Dienstjubiläum einen Urkunde und ein Flügel aus Holz.

Von seinen Kollegen der Kirchgemeinde Zeulenroda-Triebes gab es zum zehnjährigen Dienstjubiläum einen Urkunde und ein Flügel aus Holz.

Foto: Heidi Henze

Seine Kollegen nutzten die Gelegenheit des Gottesdienstes zum Reformationstag, um in aller Öffentlichkeit ihrem jungen Mitstreiter, Kantor Stefan Raddatz, zu seinem zehnjährigen Dienstjubiläum zu gratulieren.

Die Zeitungen unterhielt sich mit dem Kantor, so die offizielle Bezeichnung seiner Tätigkeit, der Kirchgemeinde in Zeulenroda-Triebes und wollte wissen, was ihn bewegt, welche seiner Vorstellungen sich erfüllt hat, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf ihn und seine Arbeit hat. Interessiert hat uns aber auch, was mit der geplanten Festwoche aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums der Zeulenrodaer Dreieinigkeitskirche wird, das ja auf Grund der Corona-Krise ausfallen musste.

Jubiläumsfestwoche auf Juni 2021 verschoben

Zur letzteren Frage sagt Stefan Raddatz nur einen deutlichen Satz: „Das haben wir nur um ein Jahr verschoben und hoffen auf Juni 2021“.

Doch der Reihe nach: Stefan Raddatz hatte sich vor zehn Jahren bewusst für einen Ort in Thüringen entschieden. Schließlich kommt er aus Schweina in der Nähe von Bad Liebenstein. Sein Heimatort sei ebenfalls eine ländlich geprägte Region und so war es der klare Wunsch in Thüringen bleiben zu wollen.

Respektvoller Umgang im Team der Kirchgemeinde

Es arbeitet sich gut im Stefan Raddatz sagt, dass er vor zehn Jahren hier sehr freundlich empfangen wurde und die Menschen ihn herzlich aufgenommen haben. Daran hätte sich auch heute nichts geändert, so der Kirchenmusiker. Kantor ist für den heute 33 Jährigen eigentlich nur die amtliche Bezeichnung, denn er fühlt sich vielmehr als Kirchmusiker mit einem pädagogischen Auftrag. Was er besonders schätzt ist sein Team. „Wir sind sehr nicht nur vom Alter her, sondern auch im Charakter sehr unterschiedlich. Aber genau das macht es aus. Das Team ist geprägt von großer respektvollen Arbeit. Wir ergänzen uns auf eine wunderbare Art“, kommt der junge Kollege fast ins Schwärmen und ergänzt: „Die Arbeit macht Freude“. Er umschreibt seine Arbeit mit dem begriff einer kleinen Wundertüte. Zwar würde es eine Struktur geben. Doch ist der Tagesablauf täglich mit neuen Erlebnissen gespickt. Auch deshalb sei für ihn der Beruf sehr spannend. Auch dadurch fühlt sich Stefan Raddatz täglich wieder aufs neue motiviert. Langweilig sei ihm noch nie geworden. Schließlich arbeitet er täglich mit Menschen verschiedenen Alters zusammen.

Stefan Raddatz sieht sich als Kirchmusiker, als Kulturschaffender

Die Arbeit bezieht sich dabei nicht nur auf die Sänger in den Chören aus Zeulenroda, sondern eben auch mit den Musikern der Posaunenchöre aus Zeulenroda und Triebes. Auch hier sind Musiker von 14 Jahren bis ins hohe Alter zusammen. Und dann sieht er sich als Schnittstelle zwischen der pädagogischen und kulturellen Arbeit. Auch das sei ein Grund, warum er seine Tätigkeit mehr dem Kirchmusiker, als Kulturschaffendern zuordnet. „Die Kirche ist der Bezugspunkt“, so Raddatz.

Sein Steckenpferd sind die Posaunenchöre, gesteht er. Doch auch Führungen von Schülern in der Kirche oder der Unterricht an der Orgel, die Arbeit mit den jungen Leuten, die Orgelkonzerte bereiten ihm Freude. Ins leben gerufen hat er die Faschingskonzerte oder auch die Konzertreihe „Orgel nach 7“.

Der 33 Jährige schaut demütig auf die vergangenen zehn Jahre

Besonders in Erinnerung geblieben ist ihn das Weihnachtsoratorium 2012 mit dem Kantatenchor aus Greiz oder auch das Poporatorium mit den Posaunenchor und viele weitere. Auch die Kirchturmmusik im Frühjahr habe ihn geprägt und in besonderer Weise berührt.

Er blickt demütig auf die vergangene Zeit und möchte auch zukünftig den Blick weiten. Heute ruft er alle Menschen zur Solidarität auf und an die Mitmenschen zu denken, ihnen eine Freude zu bereiten.