Land unter in Zeulenroda-Triebes und Umgebung

Zeulenroda-Triebes.  In Triebes stand der Rathenau-Platz komplett unter Wasser. Am Samstag folgte wegen dem Regen ein Gefahrguteinsatz.

Wegen starken Regenfällen musste die Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda am Wochenende gleich zu mehren Einsätzen ausrücken.

Wegen starken Regenfällen musste die Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda am Wochenende gleich zu mehren Einsätzen ausrücken.

Foto: Christian Komorowski

Nach schweren Regenfällen am Freitagabend mussten die Feuerwehren der Region, gleich zu mehreren Einsätzen ausrücken. Zahlreiche Wasserschäden mussten beseitigt werden. Straßen waren überflutet, Keller vollgelaufen. In Triebes stand der Rathenau-Platz komplett unter Wasser. Am Samstag kam es dann vermutlich wegen eines vollgelaufenen Kellers zu einem Gefahrenguteinsatz in Pöllwitz. Dort war in einem Keller ein Ölfass mit 600 Litern ausgelaufen und in das Grundwasser gelangt.

„Es war ganz schön was los dieses Wochenende“, sagt der Wehrleiter der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda Christian Komorowski. Zwischen 19 und 22 Uhr rückte man zu sieben Einsätzen aus. Die Einsatzkräfte aus Zeulenroda, Triebes, Zadelsdorf, Pöllwitz und Weißendorf teilten sich auf, um die Schäden zu beseitigen. Allein die Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda sei zeitweise mit bis zu 15 Mann im Einsatz gewesen.

Vielerorts konnte das Regenwasser durch die Gullydeckel nicht mehr ablaufen. Manchmal kam wie in Triebes die Tatsache dazu, dass die Abflüsse durch Schlamm und Dreck verstopft wurden. Nachdem Anwohner in Triebes die Feuerwehr Weißendorf alarmiert hatten, kamen Einsatzkräfte aus Mehla, Niederböhmersdorf, Triebes hinzu. Bis in die Nacht waren die Einsatzkräfte unterwegs, um Triebes vom Wasser zu befreien.

Heizöl tank ausgelaufen und Triebes-Bach konterminiert

Die Regenfälle der vergangenen Nacht beschäftigen die Einsatzkräfte auch am Samstag noch. Öl wurde im Triebes-Bach gesichtet. Deshalb musste die Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda gemeinsam mit den Kollegen aus Arnsgrün Pöllwitz und Triebes gleich wieder raus. Es begann eine Spurensuche. Denn noch war unklar, woher das Öl kam. „Wir haben erst mal abgefragt, welche Häuser überhaupt noch eine Ölheizung haben“, so Christian Komorowski. Die Spur führte zu einem Bauernhof in der Ortslage Pöllwitz.

Hier war ein Heizöltank ohne die erforderliche Standsicherheit aufgestellt, weshalb dieser umfiel, teilt die Polizei mit. Die Kriminalpolizeiinspektion Gera ermittelt nun wegen des Verdachtes der fahrlässigen Gewässerverunreinigung. Mit Ölsperren im Wasser versuchten die Einsatzkräfte der Feuerwehr, den giftigen Stoff abzufangen. Im Triebesgrund habe man dann keine Feststellungen im Wasser mehr machen können. Insgesamt könnte trotzdem eine Menge von 500 bis 600 Litern Heizöl ausgelaufen sein.