Meine Meinung: Blick in die Geschichte

Heidi Henze, Redaktion Zeulenroda

Heidi Henze, Redaktion Zeulenroda

Foto: Peter Michaelis

Wie oft sage ich, gerade den Älteren, dass sie alles festhalten sollen, aufschreiben müssen, damit eben nichts verlorengeht. Wie oft bekomme ich da ein mitleidiges lächeln. Aber Geschichte, die nicht kundgetan wird, ist keine Geschichte. Sie geht verloren. , weil es niemand weiß. Gerade, wenn ich zu Jubilaren komme und diejenigen dann oftmals über Ereignisse haargenau berichten, dann finde ich es so schade, wenn sie von alledem nichts aufgeschrieben haben. Faktenwissen gekoppelt mit realitätsnahen Erlebnissen, was kann es Schöneres geben, finde ich. Es ist wie ein Abenteuer, dessen Ausgang ich unbedingt wissen möchte. Stundenlang könnte ich zuhören und das Wissen der anderen in mich hineinsaugen. So wie es mir ergeht, geht es bestimmt vielen Menschen und so wird der Blick in die Geschichte nicht nur interessant, sondern eben auch für viele zum Greifen nahe gebracht. Die Verpflichtung in der Schule „Buddenbrook“ zu lesen, konnte ich damals nicht verstehen. Später dann ein erneuter Versuch und mittlerweile habe ich den Thomas Manns Roman X-Mal gelesen und könnte immer wieder an die Stelle im Bücherregal greifen. Und genau das meine, wenn ich sage, dass viele Menschen fast verpflichtet sind, ihr Wissen aufzuschreiben. Nur so bekommen auch andere den Blick in die Geschichte.

Lesen Sie hier mehr Beiträge aus: Zeulenroda-Triebes.