Meine Meinung: Feiern mit Abstand

Norman Börner über das Eskalationspotenzial des diesjährigen Vatertages.

Norman Börner.

Norman Börner.

Foto: Norman Börner

Ich gebe zu: Ich bin ohnehin kein großer Freund des Vatertages. Aber es ist durchaus verständlich, dass viele Menschen an diesem Tag Lust haben werden, alte Freunde wieder zu sehen und mit ihnen durch die Natur zu streifen. Das Gesetz lässt aber aktuell nur zwei Haushalte innerhalb einer Gruppe zu. Was also wird passieren, wenn Feierlaune, Corona-Frust und Staatsmacht aufeinander treffen?

Wenn an diesem Wochenende zahlreiche alkoholisierte Gruppen mit Bollerwagen vor die Tür zieht, könnte das übliche Gepöbel schnell in handfeste Auseinandersetzungen mit der Ordnungsmacht münden. Denn die Regeln werden bestimmt nicht alle einhalten.

Und beim Feiern geht es ja sowieso auch darum, für ein paar Stunden den Ernst der Welt zu vergessen. Das ist auch richtig so. Für mich aber ist es ein weiterer Grund, die üblichen Hotspots am Männertag zu meiden – und zu hoffen, dass in diesem Jahr alles glimpflich und vernünftig abläuft.