Meine Meinung: Zurück in die Papiersteinzeit

Norman Börner über den Unsinn der Bonpflicht

Norman Börner.

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Foto: Norman Börner

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Die Bonpflicht wirkt angesichts der Digitalisierung wie ein unausgegorenes Relikt aus der Finanzamt-Formular-Vorhölle. Hat ja nicht lange genug gedauert, dass die Steuererklärung zumindest teilweise digital eingereicht werden kann. Und jetzt der Schritt zurück in die Papiersteinzeit.

Es erschließt sich der Sinn nicht, wenn die Reglung sowieso nur die Einführung eines manipulationssicheren und einheitlichen Kassensystems flankiert. Es ist technisch möglich, alle Transaktionen nachzuvollziehen. Wenn zwei Stunden an der Kasse vorbei kassiert wird, fällt dies in den gespeicherten Daten auf. Außerdem müsste hinter so einem Steuerbetrug in einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen schon ein sehr ausgebufftes System stecken. Mitarbeiter, die eingeweiht und aufgerufen sind, jeden Tag für einige Minuten Einkäufe nicht in die Kasse zu tippen? Nicht sehr realistisch.

Ich habe nicht den Eindruck, dass in Gewerben wie einer Bäckerei viel vertuscht werden kann. Viele Händler wünschen sich sogar eine Abkehr von Münzen und Scheinen hinzu einer bargeldlosen Zahlungsweise. Die Kosten für das Einzahlen des Kleingeldes sind sehr hoch.

Ich kann die Intention des Gesetzgebers verstehen. Aber man hätte hier von Anfang an, auf eine volldigitale Lösung setzen sollen.

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