Meine Woche: Aufbruch, Aufbruch!

Norman Börner über den Schwung des Jahreswechsels

Norman Börner.

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Foto: Norman Börner

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Die erste vollständige Woche im neuen Jahr geht auf ihr Ende zu. So langsam beginnt die Zeit, in der man überlegt, ob es noch in Ordnung ist, eine frohes neues Jahr zu wünschen. Gibt es da eigentlich einen Knigge-Hinweis? Gibt es! Er empfiehlt bei späten Wünschen eine Formulierung wie: „Das junge Jahr ist zwar schon elf Tage alt, aber ich denke, für einen guten Wunsch ist es sicher noch nicht zu spät.“ Okay! Bevor ich anfange so gestelzt zu reden, vergehen hoffentlich noch ein paar Jahre.

Einigen wir uns darauf, dass das Jahr noch frisch ist. Aber jetzt beginnt auch die Phase, in der sich erste Ernüchterung einstellt. Es wird eben doch nicht von einem Tag auf den anderen alles besser, neuer und leichter. Erste Vorsätze werden in den Wind geblasen. Routinen und Hamsterräder beginnen sich wieder zu drehen. Alte Vorbehalte kommen wieder hoch.

Aber das wäre schade. Denn der Schwung des Jahreswechsels bringt viel Positives mit sich. Zeulenroda-Triebes Bürgermeister Nils Hammerschmidt (parteilos) und der Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat Markus Hofmann blicken versöhnlich in die Beratungen zum Finanzplan. Angesichts der Reibereien zum Jahresende, tut es gut, einen Grundtenor des Neubeginns und Handelns zu hören.

Auch sonst blicken viele Akteure im Kreis nach vorn. In Greiz kommt die Schrottimmobilie im Salzweg unter die Abrissbirne, die Internationale Thüringen-Rundfahrt der Frauen in Dörtendorf hat vielleicht doch eine Zukunft und ein kleines italienisches Restaurant trotzt dem Gaststättensterben. Es wäre schön, wenn dieser positive Geist lange erhalten bleibt.

Nicht falsch verstehen. Wir müssen uns streiten, Probleme anprangern und das Bestehende in Frage stellen. Schließlich brauchen wir bei der Zeitung ja auch etwas, worüber wir schreiben können. Aber wir sollten alle so lange es geht, den Geist des Aufbruchs ins Jahr tragen.

Denn für einen guten Wunsch ist es sicher noch nicht zu spät.

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