Neuer Wirtschaftsstandort Auma eine Chance

Auma-Weidatal.  Jürgen Kepke von der Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen stellt Stadträten Möglichkeiten zur Förderung und einen Ablaufplan der Erschließung des Altstandortes Gewerbegebiet auf dem Areal der ehemaligen Maschinenfabrik Schmidt vor

Auf dem Areal des 2012 geschlossenen traditionsreichen Maschinenbauunternehmen in Auma ist die Wiedereinrichtung eines Industriestandortes geplant.

Auf dem Areal des 2012 geschlossenen traditionsreichen Maschinenbauunternehmen in Auma ist die Wiedereinrichtung eines Industriestandortes geplant.

Foto: Norman Börner

Es klingt alles so schön und einfach – die Ausführungen von Jürgen Kepke, Geschäftsführender Gesellschafter der Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen vor den Stadträten am Dienstagabend in Auma.

Die Stadträte lauschten seinen Ausführungen zum künftigen neuen Wirtschaftsstandort in Auma. Dafür haben sie sich das leerstehende Areal der ehemaligen Maschinenfabrik Schmidt in der Triptiser Straße in Auma-Weidatal ausgewählt. Die Gebäude stehen seit 2012 leer, das Gelände verwildert. Für die Stadt Auma sowie die Landgemeinde Auma-Weidatal eine Chance, hier etwas Neues mit dem Blick in die Zukunft anzufangen. Möglich wäre das alles ohne Probleme und mit finanzieller Unterstützung des Landes Thüringen, sagt Kepke.

Für finanzielle Unterstützung bestehen durch Landesförderung gute Chancen

Selbst Interessenten hätten sich schon gemeldet, nachdem auch die Ostthüringer Zeitung über das Vorhaben bereits berichtete, sagte Frank Schmidt (CDU), Bürgermeister der Stadt Auma-Weidatal, am Dienstagabend auf der Stadtratssitzung. Nach einer ersten Information im September auf der Stadtratssitzung hatten die Stadträte die Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen damit beauftragt, Fördermöglichkeiten und einen Ablaufplan für die Wiedereinrichtung des Industriestandortes zu erstellen. Den stellte er auf der Stadtratssitzung am Dienstagabend vor. Nach den Ausführungen von Jürgen Kepke würde die Stadt gute Chancen haben, in das Förderprogramm „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) des Landes Thüringen aufgenommen zu werden. Laut Förderrichtlinie könnten Maßnahmen wie einzelne Investitionen, die Erschließung des Gewerbestandortes gefördert werden.

Bis zu einer neunzigprozentigen Förderquote möglich

Für Altstandorte wie die ehemalige Maschinenfabrik Schmidt in Auma wäre sogar eine bis zu 90-prozentige Förderung möglich, sagt Kepke. Hinzu stellte er einen genauen Ablaufplan vor. Er sieht erste Maßnahmen wie die Fördervoranfrage, Altlasten- und Schadstoffgutachten und eine Entwurfsplanung noch für dieses Jahr und das kommende Jahr bis zum Frühjahr vor. Und hier kommen die Bauschmerzen der Stadträte. Bis zur Erteilung des Zuwendungsbescheides müssen die Kosten durch die Stadt vorfinanziert werden. Rund 65.000 Euro wurden dafür durch die Wirtschaftsfördergesellschaft angesetzt. Das wiederum würde für die Stadt Auma, die sich in der Haushaltssicherung befindet, einen enormen finanziellen Aufwand bedeuten. Erste Reaktionen der Stadträte waren durchaus positiv. Sie sehen die Möglichkeit in der Entwicklung der Stadt und in der Festigung des Grundzentrums von Auma-Weidatal, wenngleich sie Bedenken bei den anstehenden Kosten haben. „Es ist eine Chance in die Zukunft“, spricht Hermann Bretz (Gewerbeverein Auma/Sportverein Blau-Weiß Auma (GVA/SVA), wohl allen aus dem Herzen.