Optiker aus Zeulenroda verschickt 3000 Brillen für guten Zweck

Norman Börner
| Lesedauer: 2 Minuten
Bei dem Zeulenrodaer Augenoptiker Lutz Teucher in der Greizer Straße können ganzjährig Brillen für die gemeinnützige Aktion abgegeben werden.

Bei dem Zeulenrodaer Augenoptiker Lutz Teucher in der Greizer Straße können ganzjährig Brillen für die gemeinnützige Aktion abgegeben werden.

Foto: Norman Börner

Zeulenroda-Triebes.  Als Lutz Teucher die Sehhilfen aus dem Kofferraum entlädt, stellt sich schnell die nächste Herausforderung.

„Eine Brille – egal, wie alt sie ist – werfen die wenigsten Leute weg. Sie hat ja in den meisten Fällen auch mal gutes Geld gekostet“, sagt Augenoptiker Lutz Teucher aus Zeulenroda-Triebes. Aber wenn die Werte nicht mehr stimmen, das Gestell aus der Mode ist oder die Gläser ein paar Kratzer haben, kommt so eine alte Brille selten wieder aus der Schublade. Dort liegt sie für die Ewigkeit.

Aber es gibt eine bessere Lösung. Vor ein paar Jahren erfuhr Lutz Teucher vom französischen Verein „Lunettes sans Frontiere“, zu Deutsch: „Brillen ohne Grenzen“. Der Verein sammelt Brillen für hilfsbedürftige Menschen weltweit. Rund 3000 Brillen kamen kürzlich über den Lions Club in Gera wieder bei Lutz Teucher an.

Logistische Herausforderung

„Über die logistische Herausforderung habe ich mir kaum Gedanken gemacht“, sagt Teucher. Aufgeteilt in mehr als 30 Kartons passten die ausrangierten Brille gerade so in den Kofferraum. Aber wie nun weiter? Ein Versand als Paket scheidet aus, verpackt in drei große Kartons überschreiten die Brillen das maximal erlaubte Gewicht von 30 Kilo. Erfolg hat er bei einer Spedition in Zeulenroda-Triebes, die die Kartons auf eine Palette schnürt und an ihren Zielort bringt. „Jetzt müssen die Brillen nur noch ankommen“, sagt er.

Spenden werden im Geschäft entgegengenommen

Derweil gehen beim Optiker in Zeulenroda schon die nächsten Brillen ein. Denn wer seine alte Sehhilfe einem guten Zweck spenden will, der kann sie ganzjährig im Geschäft in der Greizer Straße abgeben. Die gebrauchten Nasenfahrräder gehen in ein Zwischenlager in Deutschland, wo sie gereinigt, sortiert, vermessen und zwischengelagert werden bis zum Versand an die sehbehinderten Hilfsbedürftigen in der Welt.

„Wer mit Sehbehinderung mal ohne Brille klar kommen musste, hat vielleicht einen kleinen Eindruck davon, was Menschen durchmachen müssen, die keinen Zugang zu einer haben“, sagt Lutz Teucher.