Abfischen in Bernsgrün

Schwerstarbeit beim Abfischen am Stausee Bernsgrün

Die Mitglieder des Angelverein Arnsgrün und Umgebung packen mit an, wenn es heißt: Abfischen in Bernsgrün

Der Bernsgrüner Jürgen Müller und der Elsterberger Georg Flohr nahmen die mit Karpfen gefüllten Kübel entgegen und entleerten sie in die Wasserwannen.

Der Bernsgrüner Jürgen Müller und der Elsterberger Georg Flohr nahmen die mit Karpfen gefüllten Kübel entgegen und entleerten sie in die Wasserwannen.

Foto: Gabriele Wetzel

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Bernsgrün. Wenn Andreas Höfer, Geschäftsführer der Agrarprodukte Bernsgrün-Hohndorf eG, im Herbst in Wathosen und Watstiefeln erscheint und ins Wasser steigt, ist es wieder soweit: Das Abfischen der Teiche steht an.

So auch in diesen Tagen bei bestem Herbstwetter, als der Stausee Bernsgrün am Triftweg gefischt wurde. Es ist nach den Teichen in der „Weide“ und Frotschau, der dritte Teich in diesem Jahr. Höfer wird dabei tatkräftig von einem eingeschworenen Team und bewährten Mitarbeitern sowie dem Angelverein Arnsgrün und Umgebung e.V. unterstützt. Eineinhalb Wochen dauerte es, bis das Wasser aus dem Stausee fast abgelaufen war. Das restliche Wasser wurde vor dem Abfischen rausgelassen. Und dann erst zeigte sich, was übers Jahr herangewachsen ist.

Graskarpfen und Schleie im Teich

Der Stausee war nach Höfer überwiegend mit Graskarpfen, Karpfen und Schleien besetzt. Rund 200 stattliche und gesunde Karpfen mit einem Gewicht von fünf bis sieben Pfund wurden abgefischt. Dabei ist das Abfischen eine schwere Arbeit. Die fleißigen Helfer um den Geschäftsführer fischten mit Keschern die Fische aus dem See, befanden sich bis zu den Knien im Schlamm, bis alle Karpfen aus dem See waren. In Kübeln wurden die Fische vom See in bereitstehende große Wasserwannen getragen und sofort weiter für den Transport in die Hälterung Frotschau gebracht, wo die Fische immer freitags von 15.30 bis 17.30 Uhr verkauft werden.

„Gerade zur bevorstehenden Weihnachtszeit und für Silvester sind Karpfen begehrt und gefragt. Die Kunden kommen dabei vor allem aus dem thüringischen und sächsischen Raum. Alle nicht verkauften Karpfen landen dann in der Räucherei“, so Andreas Höfer, der trotz mangelndem Regen auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken kann. Auch mit Fischreihern und Kormoranen war es nach ihm nicht so dramatisch, da diese die großen Fische nicht so einfach davontragen können. Je nachdem wie viele Niederschläge fallen, wird der Stausee bis zum Frühjahr wieder mit Wasser gefüllt sein. Kaufvoranmeldungen nimmt auch das Büro in Bernsgrün (Telefon: 037431 3426) entgegen.

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