Sport zu zweit als Fitmacher und Stimmungsaufheller

Zeulenroda-Triebes.  Tipps, um optimistisch durch den zweiten Lockdown zu kommen.

Dagmar Reeg-Spanner (links) und Birgit Käßner machen einmal in der Woche gemeinsam Sport an der Talsperre.

Dagmar Reeg-Spanner (links) und Birgit Käßner machen einmal in der Woche gemeinsam Sport an der Talsperre.

Foto: Norman Börner

Es ist ein kühler und grauer Dienstagvormittag. Die Sonne blinzelt dennoch ein wenig durch die dichte Wolkendecke. Der erste Schnee verhüllt die Uferhänge an der Talsperre nur mit einer hauchdünnen Schicht. „Eigentlich haben wir noch nie schlechtes Wetter gehabt“, sagt Dagmar Reeg-Spanner zu ihrer Freundin Birgit Käßner. Ob das für die letzten 20 Jahre gilt? So lange kennen die beiden sich bereits vom Turnverein in Weißendorf. Sonst gibt es hier Kurse vom Kinderturnen über Zumba bis zur Nordic-Walking-Gruppe. Jetzt steht das Vereinsleben in der Corona-Pandemie still. Deshalb treffen sich die Freundinnen einmal die Woche, um in der Natur Sport zu machen. Das Nordic-Walking ist eine Ausdauersportart. Mit zwei Stöcken und richtiger Atemtechnik wird das schnelle Laufen unterstützt. Seit dem Beginn der Pandemie immer am Dienstag. „Ein fester Termin ist wichtig, sonst gewinnt der innere Schweinehund“, sagt Dagmar Reeg-Spanner. Außerdem könne sie die Termine auf Arbeit dann so legen, dass der Dienstagvormittag frei bleibt. Da passt immerhin das Wetter.

Aber auch für Birgit Käßner, die im Rentenalter ist, entwickelt sich der gemeinsame Sporttag in der Pandemie zum unverzichtbaren Fitmacher und Ausgleich. Sie kommt aus Weißendorf und Freundin Dagmar aus Zeulenroda. Meist treffen sie sich dann bei einer zu Hause und laufen los. Über das Waikiki und Tiergehege ging es gestern. Vergangene Woche führte die Dienstagrunde an die Vorsperre des Zeulenrodaer Meers. Neben der sportlichen Tätigkeit sei es auch ein sozialer Ausgleich. „Einmal die Woche einen Freund oder eine Freundin treffen, halte ich für eine gute Idee“, sagt Birgit Käßner. Mit den anderen Vereinsmitgliedern halte man per Telefon Kontakt. „Das soziale Leben im Verein fehlt schon“, sagt sie. Umso wichtiger sei es in der dunklen Jahreszeit, auf sich selbst zu achten und auch in Zeiten der Pandemie die sozialen Kontakt zu pflegen – beim Sport zu zweit oder mit einem lieb gemeinten Anruf.