Vom Eier bemalen, dem Osterbrunnen bis zur Turmkugel

Auma.  Nach einer Idee von Siegmar Leithiger aus Auma veranstaltete der Kultur- und Heimatverein Auma das dritte Stammtischtreffen.

Marianne und Paul Scheinpflug aus Auma gehören zu denjenigen, die überall im Kultur- und Heimatverein Auma mit anpacken, wenn ihre Hilfe benötigt wird.  Anfang Februar feierten sie ihre Eiserne Hochzeit.

Marianne und Paul Scheinpflug aus Auma gehören zu denjenigen, die überall im Kultur- und Heimatverein Auma mit anpacken, wenn ihre Hilfe benötigt wird. Anfang Februar feierten sie ihre Eiserne Hochzeit.

Foto: Heidi Henze

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Lange brannte am Dienstagabend im Alten Rathaus in Auma noch Licht. Folgte man den quirligen Stimmen, so ging es ins Vereinszimmer des Kultur- und Heimatvereins Auma. Hier trafen sich Mitglieder und Nichtmitglieder des Vereins zum dritten Stammtisch.

Marianne und Paul Scheibenpflug aus Auma sind zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird

Zwei, die immer dabei sind, sind Marianne und Paul Scheibenpflug aus Auma. Beide sind Mitte 80 und feierten Anfang Februar ihre Eiserne Hochzeit. Trotz ihres Alters gehören sie zu denjenigen im Kultur- und Heimatverein, die immer da sind, wenn sie gebraucht werden. „Ich kann anrufen und werde nie eine Absage bekommen“, schwärmt Elke Goppold, Vorsitzende des Aumaer Verein. Wenn mal Not an Mann ist, wenn die Ostereier für den Osterbrunnen auf dem Aumaer Markt bemalt werden müssen, oder die Krone für den Osterbrunnen gebunden werden muss, dann sind Scheibenpflugs unter denen die mit anpacken. Ebenso auch, wenn der Verein Veranstaltungen organisiert, diese Vorbereitet werden müssen oder auch, wenn der Verein sich präsentiert, wie zu den Thüringen Tagen. Für den 85-Jährigen und seiner Frau ist es ein schönes Gefühl, dass sie trotz ihres Alters gebraucht werden, wie Paul Scheibenpflug erzählt.

Gast zum Stammtisch war Eberhard Thoß

Als Gast zum dritten Stammtisch wurde dieses Mal Eberhard Thoß begrüßt. Der Aumaer hatte viel Wissen über die Wetterfahne parat. Die wurde in der vergangenen Woche vom Gebäude geholt und zur Stadtratssitzung wurden die Kapseln geöffnet. Seitdem ist es natürlich Gesprächsthema Nummer eins in der Kleinstadt. Schließlich ist das Interesse an dem, was in der Turmkugel und die darin befindlichen einzelnen Kapseln verborgen war, sehr groß. Eberhard Thoß war 1992 dabei, als die Wetterfahne zum ersten Mal nach der politischen Wende erneuert werden musste und die zeitgeschichtlichen Schätze aufgefüllt wurden.

Ingrid Barnikow bewahrt Zeitungsartikel auf

Ingrid Barnikow aus Auma hatte aus dem Jahr 1992 sogar noch Zeitungsartikel parat. Damals wurde in der Turmkugel Zeitungen aus dem Jahr 1912, originale Bauzeichnungen, alte Münzen, Inflationsgeld und vieles mehr gefunden. Was jetzt die Kugel mit den drei Kapseln versteckt hielt, dass möchte Stadtarchivarin Ulrike Meister noch genau analysieren und alle sind mächtig gespannt.

Die gesellige Runde wurde initiiert durch Siegmar Leithiger. Der Aumaer hatte im vergangenen Jahr zur Jahreshauptversammlung den Anstoß für diese Veranstaltungsreihe gegeben und seitdem treffen sich Mitglieder und Nichtmitglieder im Aumaer Alten Rathaus, um Neuigkeiten auszutauschen und Pläne zu schmieden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.