Wie das Alaunwerk in Zeulenroda-Triebes zu seinem Namen kam

Zeulenroda-Triebes.  Zur positiven Bilanz der Mitglieder des Fördervereins Zeulenrodaer Meer zählt auch die Gestaltung der Infotafel am Alaunwerk in Zeulenroda-Triebes

Zur Übergabe der Informationstafel am Alaunwerk am Zeulenrodaer Meer konnte Bürgermeister Nils Hammerschmidt (parteilos) neben zahlreichen Bürgern auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (l.) begrüßt werden. Hans Lipka (2.v.r.), Mitglied im Förderverein Zeulenrodaer Meer informiert über das Vorhaben  des Vereins.  

Zur Übergabe der Informationstafel am Alaunwerk am Zeulenrodaer Meer konnte Bürgermeister Nils Hammerschmidt (parteilos) neben zahlreichen Bürgern auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (l.) begrüßt werden. Hans Lipka (2.v.r.), Mitglied im Förderverein Zeulenrodaer Meer informiert über das Vorhaben  des Vereins.  

Foto: Sabine Casper/Touristinformation

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Wenn die Besucher der Talsperre Zeulenroda heute wissen wollen, an welchen geschichtsträchtigen Ort sie sich befinden und wie es eigentlich war mit dem Bau der Talsperrenbrücke, der bekommt detaillierte Informationen an der Infotafel am Aussichtsbalkon am Zeulenrodaer Meer, am Standort Alaunwerk.

Der Name Alaunwerk beruht auf den Alaunschiefer

Die Mitglieder des Fördervereins Zeulenrodaer Meer (ehemals Talsperre Zeulenroda) haben das Material zur Geschichte des Alaunwerkes und den Bau der Talsperre im Alaunwerk zusammengetragen, sie haben recherchiert und erfahren, dass der hier vorhandene Alaunschiefer der Namensgeber für das Alaunwerk war. Unterstützung erfuhren sie von den Bürgern des ehemaligen Ortsteils. Der Ortsteil musste dem Bau der Talsperrenbrücke weichen, viele Grundstücke wurden abgerissen, einige auch einfach mit Wasser überspült. Bis zum Brückenbau gab es in dem Vorort von Zeulenroda nicht nur Wohnhäuser, sondern auch Firmen wie der Kraftverkehr, die Werkzeugmaschinenfabrik Wema, der Büchersmühle und eine Ziegelei in der Lehmgrube. Der steile Lammsberg mit 19 Prozent Gefälle war besonders im Winter für die Kraftfahrer gefährlich zu fahren.

Informationen zum Brückeneinsturz am 13. August 1973

Vieles mehr können die Besucher des Zeulenrodaer Meer hier erfahren, auch über den Bau der Talsperrenbrücke, die 362 Meter lang ist und über den Stausee in Richtung Quingenberg führt. Beim Einsturz des Bauwerkes kamen am 13. August 1973 vier Arbeiter ums Leben, fünf wurden schwer verletzt. Heute findet an dem Tag des Unglücks regelmäßig eine Veranstaltung zum Gedenken der verunglückten Arbeiter statt. Der Gedenkstein befindet sich auf der Seite der Brücke in unmittelbarer Nachbarschaft des in Quingenberg ansässigen Segelklubs statt.

Die Gestaltung der Infotafel gehörte zu den Vorhaben des Fördervereins im vergangenen Jahr. Das Vorhaben wurde finanziell durch die Sparkasse Gera-Greiz unterstützt.

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