Wie ein Bayer in Gütterlitz sein Glück fand

Auma-Weidatal.  Der Zufall führte ihn in das kleine Dörfchen in der Landgemeinde Auma-Weidatal.

Mario Forchhammer blickt in Gütterlitz auf den Dorfteich.

Mario Forchhammer blickt in Gütterlitz auf den Dorfteich.

Foto: Norman Börner

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Vor vier Jahren beschließt Mario Forchhammer, alles hinter sich zu lassen und der alten Heimat im bayrischen Aschaffenburg endgültig den Rücken zu kehren. Wo genau es hingehen soll, weiß er anfangs noch nicht. „Mir war nur klar, dass ich zukünftig auf dem Land leben will. Ursprünglich wollte ich eigentlich in den Norden“, sagt er. Doch es kommt anders. Er fährt quer durch Deutschland, als er eines Tages spontan die Abfahrt Triptis an der A9 nimmt und sich in den Städten und Dörfern der Region umschaut. „Die Energie der Menschen und die Landschaft haben mir sofort gefallen“, sagt er.

Eingelebt und im Stadtrat engagiert

Er sieht sich Unterkünfte in Zeulenroda-Triebes an. Die Blockwohnungen, die man ihm anbietet, sagen ihm aber überhaupt nicht zu. „Der Wohnungsmarkt war ehrlich gesagt bescheiden. Etwas Schönes zu finden, war gar nicht so leicht“, sagt er. Sein Glück findet er schließlich in Gütterlitz – ein Ortsteil der Landgemeinde Stadt Auma-Weidatal. Hier hat er sich inzwischen fest eingelebt und zahlreiche Freunde und Bekannte gefunden. Außerdem engagiert er sich im Stadtrat von Auma-Weidatal, in welchem er die Partei Die Linke vertritt.

„Wenn du in Bayern in Die Linke eintrittst, schauen dich die Leute komisch an. Hier in Thüringen ist das normaler“, sagt er. Die Menschen in Thüringen empfindet er als offener und zugänglicher als die Leute in seiner alten Heimat Bayern. Für ein paar Monate lebte Mario Forchhammer auch mal in der Großstadt München. „Das war überhaupt nichts für mich. Ich fühle mich auf dem Land hier jetzt viel wohler“, sagt er.

Neue Ausbildung mit 42 Jahren

Im Herbst vergangenen Jahres legte er gleich noch einen Neustart hin. Mit 42 Jahren beschließt er, noch einmal eine neue Ausbildung zum Erzieher zu machen. „Ich habe schon viele Jobs gemacht, aber nichts davon hat mich wirklich erfüllt. Ich wollte einen Beruf ergreifen, der für mich Sinn macht“, sagt er. Das habe er jetzt erreicht. „Jetzt passt alles. Der Job und die neue Heimat. Ich fühle mich glücklich hier“, sagt er.

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