Eisenach. Die Eisenacher Handballer müssen plötzlich um den Sieg gegen den SC DHfK Leipzig zittern. Der Bundesliga-Rivale hat Protest gegen das 24:25 eingelegt. Das ist der Grund:

Der Jubel war groß bei den Handballern vom ThSV Eisenach nach dem 25:24 gegen den SC DHfK Leipzig. Aber nun müssen die Thüringer plötzlich wieder um die beiden Punkte zittern. Am Montag hat der Bundesliga-Rivale fristgerecht Protest eingelegt. „Wir sind darüber informiert worden, aber uns liegt noch nichts Schriftliches vor“, sagte Eisenachs Manager Rene Witte. Nun muss das Sportgericht der Handball-Bundesliga entscheiden. Würde dem Protest stattgegeben, hofft Leipzig auf ein Wiederholungsspiel.

Stein des Anstoßes ist die turbulente Schlussphase, als Leipzigs Trainer Rúnar Sigtryggsson bei Minute 58:49 eine Auszeit nimmt. Bei der Fortsetzung der Partie soll die Uhr aber 58:55 Minuten angezeigt haben. „Ein Handballspiel geht 60 Minuten. Nettospielzeit. Das Spiel am Freitag hat nur 59:54 Minuten angedauert. Es haben sechs Sekunden gefehlt“, sagte DHfK-Manager Karsten Günther als Begründung für den Protest. Die Leipziger hatten den Vorfall direkt nach der Schlusssirene bereits im Spielprotokoll vermerkt.

Die Sachsen besaßen in der hitzigen Schlussminute noch die Chance zum Ausgleich, aber das Tor von Außenspieler Lucas Krzikalla fiel erst nach der Schlusssirene und kam deshalb zu spät. „Wer den Ausgang des Spiels mitverfolgt hat, der hat gesehen, dass mit ein bis zwei Sekunden mehr auf der Uhr, wir eine realistische Chance gehabt hätten, mit einem Unentschieden rauszugehen“, sagte Günther. Sein Eisenacher Kollege hat laut eigener Aussage während vom strittigen Augenblick nichts mitbekommen. „Auch auf den gesichteten Videos war nichts zu sehen“, sagte Witte.

Sportlich geht es für Eisenach schon am Dienstag weiter. In Hamburg kämpft der Aufsteiger im DHB-Pokal um den Einzug ins Viertelfinale.

HSV Hamburg – ThSV Eisenach, Dienstag, 19 Uhr, Sporthalle Hamburg