Basketballerinnen des USV Jena wollen Meister werden

Jena.  Basketball: Die Damen des USV Jena verfolgen ein klares Ziel für die Saison 2020/21 in der Regionalliga. Flügelspielerin Lilly Feistkorn wird künftig wieder mit an Bord, dafür muss Trainer Thomas Fritsche auf Alexandra Ruppe für Erste verzichten.

Alexandra Ruppe wird fürs Erste nicht mehr für die Basketballerinnen des USV Jena in der Regionalliga auflaufen.

Alexandra Ruppe wird fürs Erste nicht mehr für die Basketballerinnen des USV Jena in der Regionalliga auflaufen.

Foto: Foto: Christoph Worsch

Der Auftakt war von Erfolg gekrönt. Thomas Fritsche, Trainer der Basketball-Damen des USV Jena, blickt zufrieden auf die erste Partie der Regionalligasaison 2020/21 zurück. 82:55 gewann sein Team am vergangenen Wochenende über die BG Litzendorf.

„Die ersten drei Viertel waren eher durchwachsen, alles war sehr knapp, da Litzendorf sehr intensiv verteidigte. Doch im letzten Viertel konnten wir uns dann absetzen. Denise Alkewitz ist förmlich explodiert und hat gefühlt alles getroffen“, resümiert Fritsche, der anschließend noch darauf verweist, dass seine Kapitänin in der Vorbereitung eher erfolglos in Sachen Korbwurf unterwegs gewesen sei, doch im finalen Viertel im Landkreis Bamberg habe sie dann vier Dreier-Würfe verwandelt.

Das deutliche Endresultat gegen Litzendorf sei wohl auch der Ertrag einer doch recht ausgiebigen Vorbereitung gewesen. „Wir haben uns bestimmt intensiver vorbereitet als so manch anderes Team in der Liga“, sagt Fritsche. Unmittelbar nach den ersten Lockerungen im Mai habe man wieder mit dem Training begonnen. Doch das reine Training ist bekanntlich nur ein Aspekt der Vorbereitung, ein anderer sind die Testspiele. „Die verliefen eher holprig“, erinnert sich der Trainer, der mit seinen Basketballerinnen unter anderem gegen zwei Teams aus der 2. Bundesliga antrat. Dazu gesellte sich noch eine Mannschaft aus der Oberliga in Sachsen. „Da hat vieles noch nicht gepasst. Wir haben schwach verteidigt und uns fehlte einfach noch die Mentalität aus der vergangenen Spielzeit – und das war letztlich auch die große Herausforderung für uns gewesen: an die alte Mentalität wieder anzuknüpfen, da wieder hinzukommen“, sagt Fritsche. Erst im letzten Testspiel gegen Chemnitz, im finalen Viertel, sei dergleichen gelungen. Da habe man endlich den berühmt-berüchtigten Schalter umlegen können. Zwar habe man die Partie gegen die Basketballerinnen aus Sachsen verloren, doch die Einstellung habe dann wieder gepasst – und das habe man dann auch zum Auftakt in der Regionalliga gespürt.

Und es gibt einen konkreten Grund, warum Thomas Fritsche und die Seinigen sich so intensiv und akribisch auf die neue Spielzeit vorbereiteten: „Wir wollen um den Meistertitel mitspielen, immerhin hatten wir in der vergangenen Saison zum Zeitpunkt des Abbruchs die Tabellenführung inne.“

Morgen nun reist das USV-Team im Rahmen des 2. Spieltags nach Schwabach in die Nähe von Nürnberg. Thomas Fritsche geht davon aus, dass sein Team als Sieger die Heimreise antreten wird. „Die schweren Gegner kommen erst noch“, sagt der USV-Coach, der künftig auch auf die Erfahrung von Kathrine Follis zurückgreifen kann. Die 24-jährige Kanadierin, die es auf 1,85 m bringt, wird auf den Innenpositionen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird sie auch als Trainerin im weiblichen Nachwuchsbereich arbeiten.

Ebenfalls wieder mit an Bord ist Lilly Feistkorn, die ihre Basketball-Zelte in der Bundesliga in Würzburg abbrach und an das Sportgymnasium in eben Jena wechselte. In Unterfranken habe sie sich nicht wohlgefühlt, berichtet Thomas Fritsche, der sich naturgemäß über die Rückkehr der 17-jährigen Flügelspielerin freut. „Sie bringt ein gewisse Qualität und auch eine entsprechende Athletik mit.“

Verzichten muss der Trainer künftig jedoch auf eine zentrale Protagonistin, die das Spiel der Basketballerinnen von der Saale in der Vergangenheit entscheidend prägte: Alexandra Ruppe. Die 26-jährige Aufbauspielerin, die auf ihrer Position eine der besten Spielerinnen der Liga war, blickt nämlich Mutterfreuden entgegen.