Bernd Schneider hat nichts verlernt

Fußball: Der Ex-Nationalspieler gewinnt mit der Freizeitmannschaft von Grasshoppers Jena in Stadtroda

Bernd Schneider mit Grasshoppers Jena im Testspiel beim FSV Grün-Weiß Stadtroda gegen Jochen Findeisen. Foto: Jens Henning

Bernd Schneider mit Grasshoppers Jena im Testspiel beim FSV Grün-Weiß Stadtroda gegen Jochen Findeisen. Foto: Jens Henning

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Stadtroda. Schneider, der 2009 seine Bundesliga-Karriere wegen einer Rückenverletzung aus dem April 2008 beendete, kam mit seiner Freizeitmannschaft Grasshoppers Jena nach Stadtroda und gewann am Ende überraschend deutlich 4:1 (2:0).

Vor neun Jahren ging Schneiders Fußball-Stern auf. Bei der WM in Japan und Südkorea an der Seite von Michael Ballack führte er die Deutsche Nationalmannschaft bis ins WM-Finale gegen Brasilien. Das Fußballspielen hat Schneider nicht verlernt. Unter Bedrängnis schlug er Mitte der zweiten Halbzeit einen 40 Meter Pass mit links. Mit Auge legte er einige Male die Bälle auf seine Mitspieler auf. Was auch heute nicht so klappen will, ist das Torschießen. In den 81 Länderspielen für Deutschland schoss der Mittelfeldspieler nur vier Tore.

Mindestens viermal stand Schneider auch im Roda-Stadion vor einem Torerfolg, der Ball wollte nicht in den Kasten. Nach dem vierten Brett platzte Grasshoppers-Trainer Mario Pampel an der Außenlinie verbal der Kragen. "Chancentod", fluchte er, wenn auch leise, aber nicht zu überhören in Richtung Spielfeld.

Die Stadtrodaer, die schon eine Trainingseinheit in den Beinen hatten, waren ein willkommener Gastgeber des Testspiels. "Wir haben so viel Respekt gezeigt, wir haben Jena die Bälle annehmen lassen. Und dann siehst du gegen eine solche Mannschaft immer schlecht aus", sagte Stadtrodas Trainer Jens-Uwe Penzel nach den 90 Minuten.

Bester Mann auf dem Platz war Jenas Torhüter Daniel Kraus (27). Kraus, der bis Ende der Saison 2009/10 zum Kader des FC Carl Zeiss Jena gehörte und zwischen 2004 und 2009 34 Spiele für Jena absolvierte, wehrte vor der Pause einen Schuss (27.) von Daniel Böhmel ab. Nach dem Wechsel lief Marcus Henning auf Kraus zu, der wehrte den Schuss ab (51.). Einwechsler Kastriot Cela vertändelte den Ball aus zwei Metern vorm leeren Tor (65.). Die größte Chance auf ein weiteres Tor besaß Henning nach Eingabe von Cela. Henning grätschte nach 79 Minuten einen Meter vor dem Tor den Ball über die Latte statt ins Tor. OTZ/piek

Tore: 0:1 Leib (25.), 0:2 Wurzler (26. Foulelfmeter), 0:3 Grenzdörfer (57.), 1:3 Ullrich (64.), 1:4 Wurzler (90.).

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