Charles Franzke aus Saalfeld vor WM-Lauf in den USA

Der Extremläufer will am Samstagnachmittag am Lake Tahoe bei seiner ersten WM-Teilnahme in die Top 10 laufen

Charles Franzke auf dem Granite Chief, dem höchsten Punkt der Strecke.

Charles Franzke auf dem Granite Chief, dem höchsten Punkt der Strecke.

Foto: zgt

Lake Tahoe. "Ich bin gut vorbereitet", sagt Charles Franzke wenige Stunden vor seiner Premiere bei der Weltmeisterschaft der Extrem-Crossläufer. Diese startet am Samstag, 17 Uhr (8 Uhr Ortszeit), im US-Bundesstaat Kalifornien. Und der Saalfelder will nicht nur mitlaufen, sondern im Spitzenfeld ankommen: "Mein Ziel sind die Top ten", so der Sportstudent.

Für dieses Vorhaben hat er eine ganze Menge im Vorfeld getan: Neben einer intensiven Vorbereitung in der Heimat warb er beispielsweise auch erfolgreich mit einem Crowdfunding-Projekt um finanzielle Unterstützung, um vor Ort das Training fortsetzen zu können. "Seit mehr als zwei Wochen bin ich nun in den USA, seit reichlich zehn Tagen im Höhentrainingslager am Lake Tahoe auf etwa 2000 Meter Höhe zur Eingewöhnung an das Klima und die dünne Luft", so Franzke, der sich für die Spartan Race World Championship im Olympic Valley - hier fanden 1960 die olympischen Winterspiele statt und ist heute ein großes Skigebiet - bei Läufen in Europa qualifizierte.

Das Rennen selbst beginnt in 1800 Meter Höhe. 23 Kilometer müssen die Läufer absolvieren, wobei mit dem Squaw Peak (2713 m) und dem Granite Chief (2758 m) die beiden höchsten Gipfel des Tales überquert werden müssen. "Neben den extrem Höhenmetern, laut Veranstalter sollen es weit über 1700 m im Aufstieg werden - gibt es 40 Hindernisse und Kraftaufgaben zu bewältigen", erzählt Franzke, der sich etwa 300 weiteren Eliteläufer aus über 30 verschiedenen Nationen gegenüber sieht.

"Das wird extrem hart. Denn auch die Temperaturunterschiede sind enorm: Früh ist es in der Regel zwischen zwei und fünf Grad, danach geht es in der Sonne schnell auf über 30 Grad hoch", sagt Charles Franzke, der das Rennen aber relativ gelassen angeht: "Es ist mein erstes großes Rennen in dieser hohen Klasse, da werde ich auf jeden Fall viele neue Erfahrungen sammeln können."