Eintracht Eisenberg: Die Sehnsucht nach dem großen Wurf

Eisenberg.  Landespokal, Fußball: Am Sonnabend reist Eintracht Eisenberg nach Niederpöllnitz

Eintracht-Kapitän Danny Müller (links) hat eine besondere Beziehung zu Niederpöllnitz, da er in Weida aufwuchs.

Eintracht-Kapitän Danny Müller (links) hat eine besondere Beziehung zu Niederpöllnitz, da er in Weida aufwuchs.

Foto: Foto: Peter PoseR/OTZ

„Wir sprechen schon seit Jahren vom großen Wurf im Pokal. Bisher ist uns das aber noch nie wirklich gelungen“, sagte Eisenbergs Kapitän Danny Müller (32) vor dem Spiel am Sonnabend ab 14 Uhr im Thüringer Landespokal beim SV Blau-Weiß Niederpöllnitz.

Müller verglich die Ausgangslage ein wenig mit der vom Vorjahr, als die Eintracht im Achtelfinale des Pokals zum unterklassigen FC Motor Zeulenroda musste. Die Eisenberger waren favorisiert. Am Ende gab es das Aus nach einem völlig verdienten 0:1.

Dabei hatten die Eisenberger in der Runde davor noch den Oberligisten FC Einheit Rudolstadt 2:0 besiegt. Der Traum vom großen Los oder vom Einzug ins Halbfinale war nach der dritten Hauptrunde, damals noch mit einem anderen Modus, ausgeträumt.

„Wir müssen erst mal in Niederpöllnitz gewinnen. Das wird schwer genug. Niederpöllnitz hat im Vorjahr eine super Serie hingelegt. Das spielt man auch nicht einfach mal so“, sagte Müller. Er meinte die 17 Siege der Blau-Weißen in der Kreisoberliga des KFA Ostthüringens. Am Ende wurde diese Serie mit dem Sprung in die Landesklasse, Staffel 1 belohnt.

Müller kennt den Verein aus Niederpöllnitz sehr gut. „Ich bin ja in Weida aufgewachsen. Da gab es viele Duelle mit dem Nachbarn aus Niederpöllnitz.“

Sein erstes Männerspiel als 17-Jähriger bestritt Müller im Trikot der Weidaer in der Thüringenliga am 30. Oktober 2004 gegen Niederpöllnitz. Die Weidaer gewannen 2:0. „Ich kenne noch einige Leute von Niederpöllnitz.“

Das 3:5 am vergangenen Wochenende daheim in der Verbandsliga gegen den FSV Preußen Bad Langensalza hat Müller immer noch im Kopf, „weil es ein ganz kurioses Spiel war. Wir hatten eine super erste Halbzeit gespielt. Wir waren uns auch in der Kabine sicher, dass Spiel gewinnen zu können. Und dann gelingen dem Gegner nach dem Wechsel zwei Tore aus dem Nichts. Das 2:2 war natürlich klasse gemacht. Das muss man ehrlich zugeben. Uns hatte an diesem Tag etwas das Glück verlassen. Vielleicht war das Glück nach den Vorwochen auch einfach aufgebraucht. Vielleicht hatten wir es schlichtweg überstrapaziert“, sagte der Eintrachtianer.

Müllers persönliche Spielvorbereitung für Niederpöllnitz war keine alltägliche. Für zwei Tage war er im Harz unterwegs, auf dem Brocken. „Das Wandern kann man sicher nicht mit dem Mannschaftstraining vergleichen. Es verlangt aber trotzdem schon eine gewisse Ausdauer und Kraft. Ich hoffe, dass ich ausgeruht und dennoch voller Elan in das Spiel gehen kann.“