Eispiraten Crimmitschau bezwingen die Eislöwen Dresden in Overtime-Krimi

Crimmitschau.  Eishockey: Siegtreffer zwei Sekunden vor Schluss. Crimmitschau baut in der DEL2 Heimserie gegen Dresden beim 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 1:0) aus

Jubel der Crimmitschauer nach dem 1:1 von Timo Gams (26). Alle anderen haben das Nachsehen.

Jubel der Crimmitschauer nach dem 1:1 von Timo Gams (26). Alle anderen haben das Nachsehen.

Foto: Mario Jahn

Was für ein Herzschlagfinale im leeren Sahnpark. Die Eispiraten Crimmitschau haben ihr Heimderby gegen die Dresdner Eislöwen mit 2:1 nach Overtime gewonnen und nehmen somit zwei Punkte aus brisanter Partie mit.

Rückstand nach acht Minuten

Das erste Drittel zwischen den Eispiraten und den Eislöwen gestaltete sich recht ausgeglichen, jedoch auch zerfahren. So gab es zwar viele Zweikämpfe, jedoch nicht ganz so viele hochkarätige Chancen vor leeren Rängen. Hätten Dominic Walsh, Scott Timmins und Ex-Dresdner Petr Pohl ihre guten Möglichkeiten allerdings genutzt, hätte die Welt zur ersten Pause etwas besser aussehen können.

Stattdessen freuten sich die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt. Die Crimmitschauer brachten den Puck in der achten Spielminute nicht aus der Gefahrenzone – Dennis Swinnen lautete der Nutznießer, der Bitzer zum 0:1 bezwang.

Im Mitteldrittel zeigten sich die Eispiraten deutlich verbessert. Das Team von Mario Richer schaffte es, spielerisch noch eine Schippe draufzulegen, sich mehr und mehr im gegnerischen Drittel festzusetzen und auch die ein oder andere gute Möglichkeit herauszuspielen. Jedoch fehlte einerseits das kleine Quäntchen Glück, auf der anderen Seite stand da im Dresdner Kasten ein gut aufgelegter Helenius. Doch auch Bitzer konnte sich das ein oder andere Mal auszeichnen. Ohne weiteren Treffer ging es also in das dritte Drittel.

Gams schaltet am schnellsten

Im vermeintlich letzten Durchgang dieses Sachsenderbys konnten sich die Eispiraten dann endlich für ihre Offensivbemühungen belohnen. Die Westsachsen drückten und Timo Gams war es schließlich, der in einer unübersichtlichen Situation am schnellsten schaltete und den Puck zum 1:1 über die Linie stochern konnte (47.). In den letzten Augenblicken des dritten Drittels hatten die Gäste dann noch einmal leichtes Oberwasser, nachdem Ole Olleff aufgrund einer 10-Minuten-Strafe das Eis verlassen musste.

In dieser Zeit war es Torhüter Michael Bitzer, der immer wieder über sich hinauswuchs und die Dresdner Offensive verzweifeln ließ.

Es brach dann schließlich die Overtime an und es ging hin und her. Bis die Eispiraten schließlich auf ein Herzschlagfinale pochten, Helenius binnen der letzten Sekunden keine Luft zum Atmen ließen und diesen letztlich auch bezwingen konnten. Scott Timmins bekam die Hartgummischeibe halbrechts aufgelegt und zimmerte diese humorlos in die Maschen zum viel umjubelten 2:1 (65.) – zwei Sekunden vor dem Ende.

Die Referees prüften die Szene anschließend und gaben den Treffer. Die Eislöwen warten seit 2015 weiter auf einen Sieg im Sahnpark gegen Crimmitschau. Am 14. November gastieren die Eispiraten ab 17 Uhr bei Spitzenreiter Ravensburg.