FC Carl Zeiss Jena II: Einiges richtig gemacht

Martinroda.  Fußball, Oberliga: In Martinroda kann der FC Carl Zeiss Jena II immerhin einen Punkt (1:1) holen

Heiko Weber (hier mit Frank Berger) war mit der Leistung seines Teams zufrieden – und dennoch haderte er auch mit dem Unentschieden gegen Martinroda.

Heiko Weber (hier mit Frank Berger) war mit der Leistung seines Teams zufrieden – und dennoch haderte er auch mit dem Unentschieden gegen Martinroda.

Foto: Foto: Peter PoseR/OTZ

Vor Wochen hieß das Duell noch FC Carl Zeiss Jena vs. Martinroda im Landespokalfinale. Auch Jenas Zweite hätte diesen Gegner gern bezwungen. Das gelang nicht. Das 1:1 (0:0)-Auswärtsremis war allerdings ein Schritt in die richtige Richtung.

„Wenn man lange keine Tore geschossen hat, geht das nicht von heute auf morgen viel besser. Aber wir haben einiges richtig gemacht“, kommentierte Jenas Coach, Heiko Weber. Er hatte eine klare Ansage an seine Mannen gerichtet, dass nur diejenigen spielen, die mit vollem Einsatz dabei sind. Eine Grundvoraussetzung.

Die angestrebte Kompaktheit wurde von den ebenfalls im Tabellenkeller steckenden Gastgebern nur wenige Male ins Wanken gebracht. Benjamin Hertel schüttelte zu Beginn seine Bewacher ab, Torhüter Alexios Dedidis parierte sehr gut (4.). Bei Andre Rieß‘ Heber hatte er Glück, die Kugel landete auf dem Tornetz (22.). Das eigene stabile System sollte natürlich auch Offensivaktionen hervorbringen. Kodjo Amesse legte für Kapitän Maximilian Schlegel auf, doch Martinrodas Tom Nowak war einen Schritt schneller (28.).

Großchancen auch nach der Pause auf beiden Seiten. Dedidis konnte sich gegen Hertel erneut auszeichnen (46.). Auf der anderen Seite scheiterte Amesse. Der Kopfball Schlegels nach der anschließenden Ecke wurde auf der Torlinie entschärft. Dann endlich das dritte Saisontor für Jena. Schlegel flankt, Amesse köpft zurück, Robert Winkler zu Prokopenko, der zum 1:0 (48.) einnetzt.

Dass Heiko Weber am Ende – trotz Zufriedenheit über die Leistung seiner Truppe und dem Sonderlob für den Torschützen als bestem Mann – enttäuscht über das Ergebnis ist, ist einem eigenen Fehler der Gäste geschuldet, die sich nach deutlicher Überlegenheit im zweiten Durchgang den ersten Saison-Dreier verdient gehabt hätten. Beim Spielaufbau ging das Leder verloren, kam zu Serdar Suliman – 1:1 (72.). „Drei Tore in neun Partien sagen alles. Da müssen wir den Hebel ansetzen!“, so Weber.