FC Carl Zeiss zum ersten Mal in dieser Saison ohne Gegentor

Jenaer trotzen dem KFC Uerdingen im Geisterheimspiel beim 0:0 einen Punkt ab und können trotzdem nicht mehr den Abstieg verhindern. Die Begegnung im Schnellcheck:

Geisterspiel ohne Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld: Jannis Kübler (Jena, rechts) klärt vor seinem Gegenspieler.

Geisterspiel ohne Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld: Jannis Kübler (Jena, rechts) klärt vor seinem Gegenspieler.

Foto: Tino Zippel

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Kurzfazit: Der zweite Punkt des FC Carl Zeiss Jena nach dem Re-Start war verdient. Beim 0:0 gegen den KFC Uerdingen schafften es die Thüringer zum ersten Mal in dieser Spielzeit, kein Gegentor zu kassieren.

In der ersten Hälfte neutralisierten sich beide Mannschaften. Jena stand tief, lauerte auf Konter. Der KFC fand kein Mittel dagegen. Pech hatten die Hausherren, als Justin Schau einen Freistoß von Nico Hammann knapp verpasste (27. Minute). Ansonsten waren Torchancen auf beiden Seiten in den ersten 45 Minuten Mangelware.

In der zweiten Halbzeit enttäuschten die vom Ex-Jenaer Assani Lukimya angeführt Uerdinger weiter. Der KFC-Kapitän wechselte von der Innenverteidigung sogar in den Sturm. Zunächst hatte der FC Carl Zeiss aber die besseren Chancen. Doch weder Raphael Obermair (54.) noch Jannis Kübler (59.) konnten ihre Möglichkeiten nutzen. In einer unansehnlichen Begegnung deutete sich mehr und mehr ein torloses Remis an, auch wenn die Gäste jetzt zielstrebiger nach vorn spielten. Im Erspielen von Torchancen offenbarten sie aber ein ähnliches Unvermögen wie die Jenaer. In der Nachspielzeit rettet Jo Coppens mit starker Parade gegen Dominic Maroh dem FCC den Punkt.

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Am Rande: Fans durften zum Geisterspiel nicht ins Stadion. Zwei Spruchbänder von ihnen schafften es trotzdem ins Stadion und dürften einige Spieler nicht erfreut haben. Auf einem stand: „Kein Jahr beim Club, kein Herzblut = keine Zukunft beim FCC! Verträge auflösen!“ Auf den anderen war zu lesen: „Neustart = Mehrjahresplan! Pro Nachwuchs Identifikation! Contra Söldner!“

Tore: keine

Aufstellung: Gegenüber der 2:4-Niederlage am Mittwoch in Würzburg brachte Teamchef René Klingbeil mit Marius Grösch und Justin Schau zwei neue Spieler in der Startelf. Zudem stellte er in der Verteidigung auf Fünferkette um. Von den U21-Spielern, die in die erste Mannschaft befördert wurden, schaffte es nur Vasileios Dedidis in den Kader. Das Talent saß zunächst auf der Bank.

Jena: Coppens – Kircher (71. Gottwald), Hammann, Sulu, Grösch, Fassnacht – Schau (58. Rohr) – Obermair, Kübler, Mickels (42. Bock (71. Dedidis)) – Donkor (58. Eckardt).

Uerdingen: Vollath – Dorada, Maroh, Lukymia, Bitroff (62. Konrad) – Mbom, Matuschyk, Kinsombi (62. Pflücke), Daube (46. Kobiljar) – Grimaldi (34. Ibrahimaj), Evina (46. Barry).

Hinspiel: Beim Hinspiel in Düsseldorf war der FCC beim 0:2 chancenlos. Einigen Fans dürfte die Begegnung dennoch im Gedächtnis geblieben sein. Im Rheinstadion lebten bei einer Aktion damals die Erinnerungen an das 1981 verlorene Europapokalfinale gegen Tiflis (1:2) auf. 1000 FCC-Fans waren im Oktober 2019 in Düsseldorf dabei.

Tabelle: Trotz des Punktgewinns kann Schlusslicht Jena nun auch rechnerisch den Abstieg nicht mehr verhindern.

Nächste Partie: Am kommenden Mittwoch geht es für Jena nach Rostock zum Ost-Derby gegen Hansa. Anstoß ist um 20.30 Uhr.

Anmerkung: In einer früheren Version hatten wir geschrieben, dass der Abstieg für Jena noch rechnerisch verhindert werden könnte. Aber aufgrund der direkten Duelle bleibt der Nichtabstiegsplatz nun nicht mehr erreichbar. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

FCC-Podcast von Tino Zippel: Wie der DFB der Anarchie Vorschub leistet

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