Flexibler in vielen Bereichen werden

Bad Blankenburg  Halbzeittagung des Kreisfußballausschusses Mittelthüringen zog positives Fazit

KFA-Vorsitzender Ralf Hanemann (links) und sein Stellvertreter Sven Wenzel (rechts) haben mit Jeannine Rothe (FC Einheit Bad Berka), Sven Lemnitzer (SV Probstzella, Mitte)  und Henri Steiner (FC Empor Weimar 06) engagierte Mitstreiter in den Vereinen dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet.

KFA-Vorsitzender Ralf Hanemann (links) und sein Stellvertreter Sven Wenzel (rechts) haben mit Jeannine Rothe (FC Einheit Bad Berka), Sven Lemnitzer (SV Probstzella, Mitte)  und Henri Steiner (FC Empor Weimar 06) engagierte Mitstreiter in den Vereinen dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet.

Foto: Norbert Block

Die Anstoßzeiten und Spieltage im Fußballkreis Mittelthüringen könnten flexibler werden. Diese Idee hat der amtierende Spielausschussvorsitzende Sven Wenzel bei der Halbzeittagung des Kreisfußballausschusses (KFA) in der Landessportschule Bad Blankenburg vorgetragen. Er griff damit einen Vorstoß vom Amateurfußballkongress des DFB als Handlungsempfehlung beim Thema „Flexibilisierung des Spielbetriebes“ auf.

Hintergrund dieser Überlegungen sei der stetige Rückgang aktiver Fußballer in Deutschland. Insbesondere bei den Frauen gehe im Thüringer Fußballverband die Zahl der Spielerinnen stark zurück. Dabei sei der Fußballkreis Mittelthüringen mit zwölf Vereinen, die Frauenteams haben, noch gut aufgestellt, so Wenzel. Ein großes Problem sei, dass 30 bis 40 Prozent der Mädchen nicht den Frauenbereich wechseln. Möglicherweise müsse das starre Festhalten an Spieltagen auf den Prüfstand gestellt werden.

Wenzel, der auch TFV-Spielausschussvorsitzender ist, stellte zudem ein Pilotprojekt aus Nordrhein-Westfalen vor. Mit dem „Walking Football“ (übersetzt Geh-Fußball) sollen dort ehemalige Sportler der Generation „Ü50“ wieder an die Vereine gebunden werden. Es darf dabei nicht gerannt und der Ball nicht über Hüfthöhe gespielt werden. Harter Körperkontakt ist ebenfalls verboten. „Das ist bei uns noch kein Thema“, betonte Wenzel. Aber man werde das Projekt im Auge behalten.

Die Bilanz des KFA Mittelthüringen für die Hinserie und die Hallenmeisterschaften fiel positiv aus. Mit Thomas Schmidt als Vorsitzenden des Jugendausschusses, Paul Hegenbarth als kommissarischen Vorsitzenden des Schiedsrichterausschusses und zuletzt mit Martin Rommel als Kassenwart habe man frischen Wind in den KFA bekommen. Für den seit Saisonbeginn krankheitsbedingt ausgefallenen Spielausschuss-Chef Christian Bothe müsse man für die nächste Spielzeit eine neue Lösung finden, blickte KFA-Vorsitzender Ralf Hanemann voraus.

Erfreut zeigte sich Hanemann von mehr als 30 ausgebildeten Übungsleitern, 20 neuen Schiedsrichtern und 33 weiteren Vereinsschiedsrichtern. Sehr gut seien zudem die Hallenkreismeisterschaften mit etwa 270 Mannschaften verlaufen. „Nicht annähernd ein anderer der insgesamt neun Kreisfußballausschüsse in Thüringen kann auf eine so hohe Zahl verweisen. Futsal ist bei uns als Hallenfußball akzeptiert“, so Hanemann.

Der Thüringer Fußballverband wolle sich außerdem für eine Regeländerung einsetzen. Demnach sollen zusätzlich Zeitstrafen eingeführt werden. Entsprechende Überlegungen gäbe es auch in anderen Landesverbänden. Allerdings gehe dies nur, wenn der DFB oder die UEFA mit ins Boot geholt würden. Wenzel appellierte in diesem Zusammenhang an Fair Play auf den Zuschauerrängen. Er regte an, in der kommenden Spielzeit gegebenenfalls Handzettel vorzubereiten, um Zuschauer mit einzelnen Futsal-Regeln vertraut zu machen.

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.