FSV Schleiz gegen Wismut Gera: Top-Duell ohne Top-Kulisse

Schleiz.  Im Fußball-Landespokal empfängt am Samstag der FSV Schleiz die BSG Wismut Gera. Eine Woche später gibt es das Duell erneut.

Auf die Angriffsqualitäten von Frank Gerisch (Mitte, hier in einem Spiel aus dem Vorjahr gegen Blau-Weiß Neustadt) wird es auch gegen die BSG Wismut Gera ankommen. (Archivfoto)

Auf die Angriffsqualitäten von Frank Gerisch (Mitte, hier in einem Spiel aus dem Vorjahr gegen Blau-Weiß Neustadt) wird es auch gegen die BSG Wismut Gera ankommen. (Archivfoto)

Foto: Janine Volbert

Wären, wie bei einem ganz normalen Fußballspiel, unbegrenzt Zuschauer zugelassen – sie würden zu Hunderten in den Fasanengarten strömen, wenn am Samstag, ab 14 Uhr, in der zweiten Landespokalrunde der FSV Schleiz die BSG Wismut Gera empfängt.

Thüringenliga-Dritter gegen den Tabellenführer, munterer Aufsteiger gegen ambitionierten Meisterschaftskandidaten, dazu noch eine gewohnt lautstarke Fanunterstützung in beiden Lagern: Mehr ginge nicht. Betonung auf ginge – denn was wirklich geht, ist aus Vereinssicht ernüchternd.

Alle Karten sind vergriffen

Aufgrund der geltenden Allgemeinverfügung im Saale-Orla-Kreis sind nicht mehr als 50 Zuschauer erlaubt und diese wenigen Plätze sind bereits restlos vergriffen. Auch den Gästefans kann, viel eher darf, kein Einlass gewährt werden.

Die Gesundheit hat Vorrang und so wollen die Schleizer, die bisher alle Saisonheimspiele gewannen, auch mit wenig Gesang und Geschrei den Gegner fordern. Und das gleich zweimal innerhalb von einer Woche, denn bereits am 31. Oktober steht das Ligaspiel in gleicher Konstellation an.

Zwei Duelle innerhalb einer Woche

„Es ist schon seltsam, innerhalb einer Woche zweimal gegen das gleiche Team zu spielen und dann auch noch gegen so ein Schwergewicht“, sagt FSV-Coach Roger Fritzsch. „Aber wir wollen beide Spiele nutzen, um von Wismut Gera zu lernen. Sie haben den stärksten Kader in der Verbandsliga und wohl auch die besten Voraussetzungen für die Oberliga.“

Für den Schleizer Offensivgaranten Frank Gerisch ist der Ausgang offen. „Wir wollen das Spiel genießen, unser Bestes geben. Möglich ist von einem Sieg bis zu einer hohen Niederlage alles.“

Wismut anfällig bei passiven Gegnern

Geras Trainer Marcus Dörfer ist mit dem Saisonstart seines Teams zufrieden. Immerhin sind die Orange-Schwarzen noch ungeschlagen und thronen mit 27:9 Toren und 20 Punkten an der Tabellenspitze der Verbandsliga.

„Wenn Gegner nicht mitspielen, dann tun wir uns manchmal noch schwer. Dann agieren wir leichtfertig, lassen phasenweise die Konsequenz vermissen“, hat Dörfer ausgemacht.

Mit Freude erfüllt ihn der Einstieg von Nick Poser in den Männer-Fußball. „Er hat viel Potenzial. Ich muss aber den Erwartungsdruck nehmen. Junge Spieler müssen spielen dürfen und nicht spielen müssen.“

Auf Geras Topstürmer Heuschkel achten

Über die Qualitäten eines Rico Heuschkel brauche man nicht zu diskutieren. Auch die Zugänge erfüllen die Erwartungen. Tim Urban wird erst in der Rückrunde zur Verfügung stehen. Letzte Woche wurde sein Haarriss in der Kniescheibe operativ versorgt.

Die Gäste sind im Fasanengarten auf einen heißen Tanz vorbereitet, auch wenn das Team auf Spielmacher Benjamin Keller verzichten muss.