Das Frauenfußballmärchen des FF USV Jena geht weiter

Jena  Der FF USV Jena bezwingt in der Zweiten Bundesliga den 1. FC Saarbrücken mit 3:2. Aimee Philipps wechselt nach Australien

Die Jenaerin Aimee Phillips (rechts) gegen Michelle Reifenberg im Spiel FF USV Jena

Die Jenaerin Aimee Phillips (rechts) gegen Michelle Reifenberg im Spiel FF USV Jena

Foto: Jürgen Scheere

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Bahnt sich da in Jena etwa ein kleines Fußballmärchen an? Der FF USV Jena bezwang gestern Mittag den 1. FC Saarbrücken, ist nun schon das sechste Spiel ungeschlagen und steht, ja, vor dem Sprung auf einen Aufstiegsplatz.

Die Mannschaft von Trainer Steffen Beck verdiente sich diesen Erfolg gestern redlich, ist Sechster – und weil zweite Mannschaften kein Aufstiegsrecht haben, beträgt der Rückstand auf den „bereinigten“ zweiten Platz in der Zweiten Liga nur noch einen Zähler.

Der brachte erstmals in diesem Spieljahr die Neuseeländerin Aimee Philipps von Beginn an – zudem auch zum letzten Mal. Denn die Offensivkraft war direkt nach dem Schlusspfiff schon unterwegs zum Flughafen, um in die Heimat zurückzukehren. Nach wochenlangen Querelen um ihre Aufenthaltsgenehmigung war sie erst spät spielberechtigt, hatte dann Mühe, sich in das immer besser eingespielte Team zu kämpfen. Um ihre Chance auf die Teilnahme an der WM in Frankreich kommenden Jahres mit Neuseeland zu wahren, brauche sie aber Praxis, wie sie erklärte. Schweren Herzens hat sie sich dazu entschieden, nach Australien zu wechseln. „Ich bedaure, dass sie uns verlässt. Sie ist eine unglaublich positive Spielerin, die sich immer voll reingehauen hat“, sagt Jenas Cheftrainer Steffen Beck.

Zum Spiel: Zunächst lag Jena zurück, weil Lea-Marie Grünnagel nach einer Ecke per Kopf traf (11.). Nur zehn Minuten später aber schlug Jena zurück: Anna Weiß nach Angriff über rechts aus spitzem Winkel zum 1:1 (21.). Fünf Minuten danach jubelte Lisa Seiler, weil ihr nach feiner Ablage von Leonie Kreil das 2:1 für den FF USV gelang (26.). Einen Schuss von Seiler konnte Saarbrückens Torfrau dann nur prallen lassen – und Sonja Merazguia stand da, wo eine gute Stürmerin zu stehen hat; nämlich genau richtig, um den Abpraller im Tor zu versenken, 3:1 (38.).

Nach dem Seitenwechsel kam Saarbrücken dann stärker auf. Spät, ja zu spät gelang der Anschlusstreffer: Julia Matuschewskis Freistoß landete direkt im Jenaer Gehäuse, 3:2 (86.). Danach drangen die Saarländerinnen noch auf den Ausgleich; doch Jenas Bollwerk hielt.

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