FC Carl Zeiss Jena

Acht Ausfälle - Verletzungsmisere ist für FC Carl Zeiss Jena keine Ausrede

Jena.  Dem FC Carl Zeiss Jena fehlen aktuell acht Spieler, fünf von ihnen vermutlich bis zur Winterpause in der 3. Fußball-Liga.

Verletzungspech hatte der FC Carl Zeiss – hier hat es Jannis Kübler getroffen – in dieser Saison schon häufig.

Verletzungspech hatte der FC Carl Zeiss – hier hat es Jannis Kübler getroffen – in dieser Saison schon häufig.

Foto: Frank Steinhorst

Als nach dem 2:2 bei Viktoria Köln auch noch René Eckardt Richtung Kabine hinkte, gingen beim Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena die Alarmsirenen an. Zum Glück gab der 29-jährige Mittelfeldspieler noch am Mannschaftsbus Entwarnung. „Das ist nix Schlimmes, keine Sorge“, sagte der Ex-Kapitän, der sich unter Neu-Coach Rico Schmitt zumindest seinen Stammplatz zurückeroberte.

Aber auch mit einem fitten René Eckardt sieht das Lazarett der Thüringer wenige Tage nach dem ersten Auswärtspunkt der Saison noch bedenklich aus. Gleich acht Spieler aus dem Kader der Saalestädter fallen aktuell verletzt aus. Ein Großteil von ihnen sogar bis zum Beginn der Winterpause. „Das ist eine Situation, die wir kämpferisch nehmen. Es sind jetzt alle gefragt“, sagt Trainer Schmitt und sieht die Situation auch als Chance für die gesunden Spieler. Und der Großteil von ihnen habe sie ja nutzen können, weshalb er nach dem 3:1-Erfolg gegen Rostock auch „fast nicht rotiert habe“. Für den kurzfristig ausgefallenen Dominik Bock rückte Pierre Fassnacht in Köln auf die Position des Außenverteidigers. „Und das hat er richtig gut aufs Feld gebracht.“

Am Montag gab es auch Entwarnung in Sachen Bock. Der 24-Jährige hat eine Sprunggelenksdistorsion, verpasst wahrscheinlich das Landespokalspiel am Sonntag gegen den Verbandsligisten FC An der Fahner Höhe. Auch sein Einsatz am 22. November im Liga-Heimspiel gegen Halle ist fraglich.

Damit zählt er aber zu dem Teil der verletzten Spieler, um die es besser bestellt ist. Chancen auf einen Einsatz in diesem Jahr haben außerdem noch Marius Grösch (Meniskus-OP), der sich in Jena in der Reha befindet, sowie Patrick Schorr. Weil der 25-Jährige wegen einer Muskelverletzung sowieso pausieren muss, hat er sich noch zwei Weisheitszähne ziehen lassen.

Zugänge in der Winterpause, zumindest für Trainer Schmitt, werden voraussichtlich Jannis Kübler (Schulter-OP), Marian Sarr (Bänderverletzung), Eroll Zejnullahu (Leisten-OP) und Matthias Kühne (Reha nach Kreuzbandriss). Alle vier machten unter ihm noch kein Spiel. Kübler absolviert seine Reha übrigens in Karlsruhe, Zejnullahu in Mannheim. Ebenfalls bis zum Winter fehlt wohl Maximilian Rohr (Schlüsselbeinbruch).

Als Ausrede lässt Schmitt die Verletzungsmisere aber nicht gelten: „Manchmal ist das sogar besser, als wenn du einen Riesenkader hast, wo sieben, acht Spieler permanent fragen: Wieso, weshalb spiele ich nicht?“ Vier Punkte aus den vergangenen beiden Spielen untermauern seine Aussage.

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