Benefizspiel des FC Carl Zeiss Jena in Kahla: Tore für die gute Sache

Kahla  Das Benefiz-Fußballspiel zwischen der gastgebenden BSG Chemie und den Drittliga-Fußballern des FC Carl Zeiss Jena wurde zu einer klaren Angelegenheit. Die vielen Tore ließen die Spendenkasse klingeln.

Benefizspiel des FC Carl Zeiss Jena bei BSG Chemie Kahla nach Brand in Tischlerei

Benefizspiel des FC Carl Zeiss Jena bei BSG Chemie Kahla nach Brand in Tischlerei

Foto: Jens Henning

„Wir haben als Sportverein auch eine soziale Verantwortung. Wir sind auch oft auf die Hilfe von außerhalb angewiesen, wenn ich allein an die Sponsoren denke. Deshalb haben wir nicht lange gezögert und haben das Spiel organisiert. So etwas, was die Familie Höfner miterleben musste mit dem Brand, das wünscht man niemandem“, sagte Daniel Bottner, Vorsitzender der BSG Chemie Kahla heute Nachmittag.

Bei einem Großbrand am 15. Oktober hatte die vierköpfige Familie Höfner alles verloren. Die Hilfsbereitschaft aus Kahla und Umgebung, die unmittelbar nach dem Ausbruch des Feuers losrollte, war enorm. „Wir waren einfach nur überwältigt. Das war einfach nur gigantisch. Wir konnten diese vielen helfenden Hände gar nicht alle annehmen. Das konnten wir in diesen Momenten gar nicht alles überschauen“, sagte Heiko Höfner, der Familienvater.

Heikos Ehefrau Annegret nutzte die Möglichkeit, vor dem Einlaufen der beiden Teams auf den Rasenplatz sich über die Lautsprecher bei allen zu bedanken, die der Familie nach dem schlimmen Ereignis zur Seite gestanden hatten.

Jedes Tor bedeutet bares Geld

Das Benefiz-Fußballspiel zwischen der gastgebenden BSG Chemie und den Drittliga-Fußballern des FC Carl Zeiss Jena wurde zu einer klaren Angelegenheit. Am Ende der 90 Minuten hieß es sogar 14:0. Das Ergebnis wurde zur Nebensache. Die fast 1400 Zuschauer auf der Sportanlage unterm Dohlenstein fühlten sich gut unterhalten.

Nach 30 Minuten musste man Angst haben um die Heimmannschaft. Das lag der Ball schon sechsmal im Kasten des BSG-Torwartes. In diesem Tor-Tempo ging es bis zum Abpfiff nicht weiter. Stadionsprecher Ralf Börner freute sich über jedes Tor, dass er übers Mikrofon verkünden konnte. Und jeder Treffer bedeutete bares Geld für die gute Sache. 120 Euro hatte Börner ausgerechnet, würde jedes Tor der Jenaer Mannschaft bringen. Diese Summe hatten Sponsoren im Vorfeld vereinbart.

Wie viele Gelder das Benefiz-Spiel am Ende einspielte, steht erst morgen Nachmittag fest. Stefan Marx, ein Freund der Familie Höfner, kündigte an, dass mindestens 3000 Euro vom Erlös an die Feuerwehren gehen, die bei der Bekämpfung des Brandes mitgeholfen haben. „Wie viel Geld am Ende die Wehren genau bekommen, darüber werden wir uns noch verständigen. Diesen Kameraden, die dort unter Einsatz ihres Lebens Großes vollbracht hatten, gebührt auf jeden Fall unser allergrößter Dank“, sagte Marx.

In Sachen Regulierung durch die Versicherungen hoffen die Geschädigten, dass bis Mitte November ein endgültiges Ergebnis vorliegt. Heute Vormittag schaute bereits der insgesamt siebte Gutachter der Versicherung sich vor Ort im Oberbachweg in Kahla um, um zu ermitteln, ob das Haus abgerissen werden muss oder ob man das Haus vielleicht sanieren kann.

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