Blau-gelb-weiße Erfolgsgeschichte: Jena-Fans feiern Pokalfinal-Sieg daheim

Jena  Die Fans des FCC feiern das Finale daheim

Die Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena wurde gebührend verabschiedet. Mit blau-gelb-weißem Rauch und viel Tamtam fuhr der Bus durchs Spalier der Fans.

Die Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena wurde gebührend verabschiedet. Mit blau-gelb-weißem Rauch und viel Tamtam fuhr der Bus durchs Spalier der Fans.

Foto: Holger John

Die „Blue Kaputtos“ mussten nicht lange nachdenken. „Als der Aufruf der Horda kam, haben wir uns sofort angeschlossen“, sagt Robert Krämer. Das Finale um den Thüringenpokal, nein, das wolle man nicht im Stadion des Erzrivalen erleben. „Als Jena-Fan kann man Erfurt nicht als neutralen Spielort sehen“, sagt der langjährige Anhänger des Klubs.

Die „Blue Kaputtos“ sind ein Fanclub, der im Rhein-Main-Gebiet beheimatet ist. „Wir sind alles Exil-Jenaer, die jetzt in der Region um Frankfurt und Aschaffenburg zuhause sind“, erzählt Andreas Klaus. Zu den Heimspielen des FC reise man so oft es geht an – und eben auch gestern Mittag zum Endspiel um den Landespokal. Auch Klaus betont, dass man das Thüringer Finale eben nicht mit dem DFB-Pokal gleichsetzen kann, dessen finale Partie auch stets in Berlin stattfinde. „Nein“, sagt Krämer, „so ein ‚Fest‘ wie in Berlin hätte man in Erfurt nicht“. Dort sei eben auch mit Anhängern des FC RW Erfurt zu rechnen gewesen. „Wir wären abgeschirmt worden“, sagt er. Und die Geschichte von den verschlossenen Gästetoiletten im letzten Derby vergangenen Frühherbst sei ja in Jena bereits legendär.

Nein, nein – als Zeiss-Fan müsse man sich auch einmal wehren. „Auch wenn uns als ‚Blue Kaputtos‘ die Geraer etwas leid tun. Wir wären sicher alle nach Gera gekommen, um ihnen auch ein würdiges Finale zu bescheren“, sagt Klaus. So aber habe man gegenüber dem Verband einmal ein Zeichen setzen sollen – und das war ein wahrlich gelungenes. „Der Tag in Jena war gemütlich als Fanfest mit dem Höhepunkt, die Mannschaft samt Pokal zu empfangen“, sagt Krämer.

Wahrhaftig: Die Stimmung unter den etwa 1700 Besuchern des Fanfestes war ausgelassen. Zwischen Flohmarkt, Spanferkel und Hüpfburg habe es einen regen Austausch untereinander gegeben. Die Zeiss-Fans, sie sind sich ganz nah gewesen. Und die Blue Kaputtos hatten sogar noch ein kleines Geschenk für den FCC-Nachwuchs dabei. Sie riefen im Vorfeld zu Spenden auf, – Stand gester – waren es 630,30 Euro, über die sich Vereinspräsident Klaus Berka und Geschäftsführer Chris Förster freuen durften.

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