Braunschweiger Trainer mit Heiko Weber auf einer Wellenlänge

Braunschweig-Coach Torsten Lieberknecht über seine Freundschaft mit Jenas Trainer Heiko Weber und das Spiel am Sonnabend gegen den FC Carl Zeiss Jena.

 Heiko Weber (links) und der Braunschweiger Trainer Torsten Lieberknecht.

Heiko Weber (links) und der Braunschweiger Trainer Torsten Lieberknecht.

Foto: zgt

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Sie spielen heute ab 13.30 Uhr mit Eintracht Braunschweig in Jena, sind längst aufgestiegen. Lassen Ihre Spieler die Saison gemächlich ausklingen?

Das glaube ich kaum. Die Jungs verdienen mit Punkten Prämien, wollen jedes Spiel gewinnen. Nach dem Aufstieg haben sich meine Spieler hochprofessionell verhalten, seitdem kein Spiel verloren. Das zeigt, dass sie es durchaus Ernst nehmen.

Schicken Sie eine B-Elf auf den Platz?

Verteidiger Deniz Dogan und Stürmer Karim Bellarabi, beide Stammkräfte, haben sich im vergangenen Spiel schwer verletzt. Insofern müssen wir schon umbauen. Ich überlege, dem einen oder anderen eine Chance auf einer anderer Position zu geben. Bahnbrechende Veränderungen sind aber nicht zu erwarten.

Die Jenaer Mannschaft wird von Ihrem Kumpel Heiko Weber trainiert. Sind Sie froh, dass der FC Carl Zeiss schon gerettet ist und Sie nun nicht als Zünglein an der Waage im Abstiegskampf nach Jena kommen?

Wir sind froh, dass wir auf einen Gegner treffen, der durch ist. Unabhängig, wer am Zepter ist, freut mich, dass die Jenaer die Klasse gehalten haben. Das ist ein hochinteressanter Verein, der in die Liga gehört oder möglichst noch höher spielen sollte.

Braunschweig hatte immer den nächsten Jenaer Gegner vorab. Weber sagte, Sie hätten ihm Tipps für die Spiele gegen Burghausen und Offenbach gegeben. Was verraten Sie ihm über Ihr Team?

Solche Hinweise hat er nicht nötig. Die Jenaer kennen uns in- und auswendig, weil sie immer die DVD von unseren Spielen ausgewertet haben, um ihren nächsten Gegner zu analysieren.

Wie erwarten Sie den FC Carl Zeiss?

Ich weiß, dass Heiko, das Schlitzohr, etwas vorhat. Für 90 Minuten wird wohl die Freundschaft ruhen.

Seit wann sind Sie so gut befreundet?

Wir waren beim Trainerlehrgang in Köln gleich auf einer Wellenlänge, mögen unseren Flachs. Wir saßen von Beginn an nebeneinander...

... und haben sogar das Auto geteilt ...

... Heiko hat oft den Umweg über Braunschweig in Kauf genommen, um mich mit nach Köln zu nehmen.

Was haben Sie von ihm gelernt?

Wie man abschreibt. (lacht)

Und er von Ihnen?

Wie man abschreibt, ohne dabei erwischt zu werden. (lacht)

Aus der Ferne betrachtet: Was hat er jetzt in Jena anders gemacht als sein Vorgänger?

Das Erfolgsrezept war sicherlich, die Struktur der Mannschaft etwas zu verändern. Er hat René Eckardt wieder ins Team genommen, der zwei entscheidende Tore erzielt hat. Darin liegt die Zukunft für den FC Carl Zeiss. Sie haben das tolle Nachwuchsleistungszentrum im Hintergrund, müssen auf junge Leute und einen guten Teamgeist bauen.

Vor dieser Saison ist das Jenaer Talent Patrick Amrhein zu Ihrer Mannschaft gewechselt. Hat er sich durchgesetzt?

Er hatte einen schweren Stand im Konkurrenzkampf, hat uns aber geholfen, durch seine Art Spiele zu drehen. Gegen Koblenz kam er rein beim Rückstand und hat ein super Tor erzielt, so dass wir die Partie noch gewonnen haben. Er hat seine Wichtigkeit als Baustein im Team bewiesen.

Schafft er mit Eintracht Braunschweig den Sprung in die zweite Bundesliga?

Darüber werden wir noch sprechen.

Was wünschen Sie sich fürs heutige Spiel?

Jena ist ein schwarzer Fleck für mich. Freuen würde mich, wenn wir endlich mal Punkte mitnehmen. Bislang waren es unter meiner Regie zwar immer kämpferische Spiele auf Augenhöhe gewesen, aber Jena hat gewonnen. Das soll sich ändern.

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