FC Carl Zeiss unterliegt RB Leipzig 2:3

Der FC Carl Zeiss Jena hat sich am Wochenende erneut die Zähne an einer Spitzenmannschaft der Regionalliga Nord ausgebissen. Der Drittligist verlor ein Testspiel bei RB Leipzig mit 2:3 (2:1).

Der neue Spieler des FC Carl Zeiss Jena Pierre Becken spielte mit St. Pauli II in dieser Saison schon einmal gegen RB Leipzig. Foto: Tino Zippel

Der neue Spieler des FC Carl Zeiss Jena Pierre Becken spielte mit St. Pauli II in dieser Saison schon einmal gegen RB Leipzig. Foto: Tino Zippel

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Angesichts ausgefallener Punktspiele hatten sich beide Vereine auf die Partie verständigt, die am Samstag auf dem Trainingsgelände des Leipziger Retortenclubs vor 30 Zuschauern und 50 Ordnern stattfand. Dem Club, der von einem Brausehersteller finanziert wird, ist nichts zu teuer: Während in der dritten Liga die Vereine die Rasenheizungen in den Stadien aus Kostengründen kalt lassen, sind in Leipzig dank der Finanzspritzen aus Österreich sogar die Trainingsplätze beheizt.

Beste Bedingungen fanden die Fußballer vor, wie auch Jenas Verteidiger Pierre Becken bestätigt. Er war der einzige Jenaer, der diese Saison schon die Klingen mit RB Leipzig gekreuzt hatte. Bei der leidenschaftlichen Abwehrschlacht mit der zweiten Mannschaft von St. Pauli entführte Becken beim 1:1 einen Punkt aus dem einstigen Zentralstadion. Jenas heutiger Co-Trainer Miroslav Jovic saß auf der Tribüne und notierte sich ein dickes Bienchen für den Hamburger, der im Januar nach Jena wechselte.

"Das war eine ganz andere Ausgangsposition damals. Wir haben uns nur hinten reingestellt und aus einer tiefen Defensive heraus angegriffen", vergleicht Becken die Partien. Carl Zeiss Jena sei als Favorit ins Spiel gegangen und habe entsprechend losgelegt. Nach 22 Minuten führten die Jenaer mit 2:0. Alexander Voigt hatte uneigennützig vorm Tor stehend quer gepasst. Danko Boskovic lauerte am langen Pfosten und nickte ein (13.). Sebastian Hähnge erhöhte mit einem schönen Schuss (22.), nachdem die Leipziger zuvor eine Chance von Nils Pichinot vereitelt hatten. "Wir waren auf allen Positionen aggressiv", lobte Trainer Petrik Sander. Dennoch kam Leipzig noch vor der Halbzeit auf 1:2 heran. "Ein glückliches Tor", sagt Becken, der in der zweiten Halbzeit schmerzhafte Bekanntschaft mit einem Fototeleobjektiv machte.

Mit einem Doppelschlag von Wallner (72.) und Rockenbach da Silva (74.) drehten die Gastgeber die Partie. "Wir haben nach dem Durchwechseln das Niveau nicht gehalten", kritisierte Sander, der nach dem 0:1 gegen den Halleschen FC vor Wochenfrist erneut gegen einen Viertligisten verloren hat.

Pierre Becken hofft indes, dass die punktspiellose Zeit bald vorbei ist. "Wir wollen Gas geben, Punkte einsammeln und nach oben klettern", sagt er. "Mit einem Sieg wollen wir an Oberhausen heranrutschen und hoffen, in eine Serie zu kommen." Noch muss er sich aber gedulden: Vor einem möglichen Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching am Samstag wollen die Jenaer noch einmal auf Schnee testen. Am Dienstag soll ein Spiel auf einem Nebenplatz im Ernst-Abbe-Sportfeld stattfinden. Bislang hat sich aber kein Regionalligist gefunden, der Jena auf hartem Boden besiegen will.

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