FCC-Spieler Donkor: „Meine Mutter hat mich gewarnt“

Malsch  Anton Donkor hat einen Vertrag beim FC Carl Zeiss Jena unterschrieben. Im Interview spricht er über Bedenken, Gastfreundschaft und seine Ziele.

Anton Donkor.

Anton Donkor.

Foto: Tino Zippel

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Für zwei Jahre hat Anton Donkor (21/Bild) bei Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena unterschrieben. Im Trainingslager in Malsch sprachen wir mit dem gebürtigen Göttinger mit ghanaischen Wurzeln über Befürchtungen der Mutter, die Kartenspiele mit den Teamkameraden und seine Ziele für die neue Saison.

Im Testspiel gegen Nürnberg haben Sie sich als Torschütze hervorgetan.

Der Trainer meinte, ein besserer Torwart hätte den gehalten. Die kurze Ecke hatte er aber nicht erwartet. Ich auch nicht. (lacht)

Wie gefällt es Ihnen bisher in Jena?

Naja, meine Mutter hatte mich gewarnt, als es hieß, dass es in den Osten geht.

Wegen Rassismus?

Ja, genau. Aber Jena ist eine super Stadt, jeder hat mich ganz nett aufgenommen. Ich habe bisher nur schöne Seiten kennengelernt. Ich war auch in Rostock, da hat sie das Gleiche gesagt. Aber dort haben mich auch alle herzlich empfangen.

Wer nervt Sie am meisten beim gemeinsamen Uno-Spiel im Trainingslager?

Die gefallen mir alle nicht so. Beim Kartenspiel gibt es keine Freunde. Die haben auch komische Regeln.

Die ändern sich wohl auch während des Spieles?

Wenn man nicht aufpasst ...

Sie sind eigentlich ein Linksaußen. Wie passen Sie da ins bisher praktizierte 4-4-2-System von Trainer Kwasniok?

Es gibt eigentlich nur drei offensive Positionen: Zehner bin ich nicht, Stürmer habe ich selten gespielt. Aber ich werde mich noch reinfinden. Vielleicht gibt es ja auch mal ein 4-3-3. Aktuell bin ich aber wie gegen Nürnberg wohl als Stürmer eingeplant.

Wie sehen Sie Ihre Rolle?

Wenn ich alles gebe, was ich kann, wird der Trainer erkennen, wo er mich einsetzen kann. Wenn ich erstmal nur Ergänzungsspieler bin, werde ich alles dafür tun, um Stammkraft zu werden.

Was ist das große Ziel mit Jena in dieser Saison?

Ich strebe immer das Höchste an, will natürlich jedes Spiel gewinnen. Wenn man Angst hat abzusteigen, ist man schneller unten drin, als man denkt.

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