Mini-Serie jäh gestoppt: FC Carl Zeiss Jena verliert gegen Meppen

Jena.  Der Thüringer Fußball-Drittligist verliert gegen Meppen verdient 0:2. Interimstrainer Klingbeil macht wohl als Teamchef weiter. Das Spiel im Schnellcheck:

Der FC Carl Zeiss Jena konnte sich in seinem Heimspiel nicht gegen den SV Meppen durchsetzen.

Der FC Carl Zeiss Jena konnte sich in seinem Heimspiel nicht gegen den SV Meppen durchsetzen.

Foto: Tino Zippel

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Kurzfazit: Nach drei Spielen hat Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena wieder eine Niederlage kassiert. Im Heimspiel am Sonnabend gegen den SV Meppen unterlagen die Thüringer verdient mit 0:2.

Trotz der Niederlage wird Interimstrainer René Klingbeil die Mannschaft scheinbar bis Saisonende als Teamchef weiter betreuen. Wegen der fehlenden Fußball-Lehrerlizenz wird ihm ein Lizenzinhaber zur Seite gestellt. Das berichtete FCC-Geschäftsführer Chris Förster in der Halbzeit bei „MagentaSport“. Fraglich ist noch, ob extra ein Lizenzinhaber verpflichtet oder eine interne Lösung gefunden wird.

Die erste Halbzeit vor 4203 Zuschauern war eine zum Vergessen für den FC Carl Zeiss. Ideenlos rannten die FCC-Kicker über den Platz und ließen in manchen Szenen auch die kämpferische Einstellung, die insbesondere ein Abstiegskandidat an den Tag legen muss, vermissen. So war die Meppener Führung durch einen Kopfball von Luka Tankulic in der 15. Minute keine Überraschung. Die Jenaer attackierten den Gegner viel zu zögerlich und Nico Hammann, der Tankulic am langen Pfosten bewachen sollte, machte einen indisponierten Eindruck.

Torchancen des FC Carl Zeiss waren in der ersten Halbzeit Mangelware. Und weil auch die Niedersachsen sich im Wesentlich auf die Verteidigungsarbeit beschränkten, ging es mit 0:1 aus Jenaer Sicht in die Kabinen. Das Heim-Publikum quittierte die Leistung mit Pfiffen.

Mit „Wir-wollen-euch-kämpfen-sehen“-Rufen von den Rängen wurden die Thüringer zurück auf dem Feld begrüßt. Sie mussten nun beweisen, dass die indiskutable Leistung der ersten Hälfte nur am Gegenwind lag. Doch trotz Rückenwindes für die Jenaer netzte Meppen zum zweiten Mal ein. Ein Distanzschuss von Florian Egerer aus gut 25 Metern brachte schon die frühe Entscheidung (50. Minute). Bitter für die Jenaer zudem: Ole Käuper verdrehte sich kurz vor dem Ende ohne gegnerische Einwirkung das Knie und musste vom Platz getragen werden.

Tore: 0:1 Tankulic (15.), 0:2 Egerer (50.).

Aufstellung: Klingbeil setzte gegen den SV Meppen wieder auf eine Dreierkette. Der beim 1:1 gegen Mannheim noch gesperrte Pierre Fassnacht rückte in die Startaufstellung. Auch Jannis Kübler durfte von Beginn an ran. Für die zwei Neuen mussten Marius Grösch und Anton Donkor auf der Bank Platz nehmen.

Jena: Coppens – Hammann, Sulu, Volkmer – Rohr (77. Bock), Kübler – Obermair, Käuper (86. Stanese), Gabriele (60. Donkor), Fassnacht – Günther-Schmidt.

Meppen: Domaschke – Amin, Komenda, Puttkammer, Ballmert – Egerer, Leugers – Tankulic (77. Kremer), Andermatt, Rama (85. Guder)– Düker (90. + 4 Bredol).

Bester Spieler: Die Jenaer spielten alle unterdurchschnittlich. Bei Meppen überzeugte neben Torschütze Luka Tankulic auch Julius Düker.

Am Rande 1: René Eckardt feierte am Sonnabend seinen 30. Geburtstag. Zu seinem 280. Pflichtspiel für die Jenaer konnte das FCC-Urgestein aber gegen Meppen nicht auflaufen. Er hatte sich an der Wade verletzt.

Am Rande 2: Eine Schweigeminute gab es vor der Begegnung für die Opfer von Hanau. Außerdem trugen die Spieler beim Einlaufen Trikots gegen Rassismus – auch wegen der Vorkommnisse beim Spiel zwischen Münster und Würzburg.

Tabelle: Ein Unentschieden hätte den Thüringern gereicht, um die Rote Laterne abzugeben. So bleiben sie auch nach 25 Spieltagen Schlusslicht. Der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze ist zudem bei 13 noch ausstehenden Spielen auf mindestens zwölf Punkte nach diesem Spieltag angewachsen.

Nächste Partie: Am kommenden Sonnabend fährt der FCC nach Magdeburg zum Ost-Duell (Anstoß 14 Uhr).

René Klingbeil bleibt Trainer von Drittligist FC Carl Zeiss Jena

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