Peters Tagebuch vom FCC-Trainingscamp: Weißer Gipfel und „Feuer unterm Arsch“

Peter Hagen ist mit dem FC Carl Zeiss Jena ins Trainingslager in die Türkei geflogen. Am zweiten Tag gab es für die Spieler von Trainer Schmitt ordentlich „Feuer unterm Arsch“.

FCC-Cheftrainer Rico Schmitt war sehr engagiert während dem Training.

FCC-Cheftrainer Rico Schmitt war sehr engagiert während dem Training.

Foto: Peter Hagen

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Schnee! In ganzer weißer Pracht erhebt sich der antike Gipfel Olympos im Beydağları-Nationalpark. Zur Weckzeit morgens um 7.30 Uhr war es noch stockdunkel an der türkischen Rivera. Doch als der Mannschaftsbus am Vormittag das Trainingsgelände im „Spor Kompleksi“ ansteuert, ist der Blick frei auf eine Landschaft, die für Ansichtskarten taugt.

Das wahre Paradies aber befindet sich in Jena. Damit auch dort bald wieder eitel Sonnenschein herrscht, steht vor den 25 Spielern des Tabellenletzten in der dritten Liga ein schonungsloser Arbeitstag. Trainer Rico Schmitt hat nicht viel Zeit. Er eilte dem Bus voraus, um schon den Parcours abzustecken: Hürden, Slalomstangen, Spieler-Dummys. Den Aufwärmrunden und Dehnübungen folgt intensives Spiel mit dem Ball. Schmitt dirigiert, kommandiert und reagiert, sobald ihm etwas nicht gefällt. Das „Alt-Herren-Fußballspiel“ sollen die Jungs sein lassen, ruft er und meint, nach einem verlorenen Ball nicht in den Ruhemodus zu schalten. Angriff und Verteidigung, schnell wechselt der Modus der eingeteilten Teams „Magenta“, „Grün“ und „Blau“.

Kühler Wind weht vom Mittelmeer ins Land. Doch Eroll Zejnullahu ist heiß. Der 25-jährige Mittelfeldakteur absolviert seine ersten Trainingseinheiten unter Rico Schmitt, nachdem er noch unter Lukas Kwasniok verletzt ausscheiden musste. „Feuer unterm Arsch“ hätten jetzt viele der Spieler, meint er. Denn das Lazarett leert sich und damit wird der Konkurrenzkampf in der Mannschaft wieder größer. Zejnullahu bestätigt, was man als Zaungast beobachtet: Schmitt führt „ein sehr intensives Training“.

Die zweite Trainingseinheit am Nachmittag wird fast vom Platzwart beendet. Auf sämtlichen Feldern im „Spor Kompleksi“ herrscht bereits Ruhe, die Mannschaften der anderen Vereine sind zurück in ihren Hotels. Der Muezzin hat längst zum Abendgebet gerufen. Auf den Nebenanlagen erlöschen die Flutlichter. Doch beim FCC rollen noch immer die Bälle. Als der Bus dann losfährt, ist Nacht überm Gipfel Olympos. Tag 2 im Trainingscamp für die Mission Klassenerhalt geht zu Ende.

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