Suluuuuuuuu – Raumschiff Enterprise landet überraschend beim FCC in Jena

Nur der FCC – der Wochenrückblick: OTZ-Chefredakteur Jörg Riebartsch fragt sich, wie das Raumschiff mit Captain Sulu in Jena landen konnte.

Begrüßung am Donnerstagabend: Geschäftsführer Chris Förster (links) und Trainer Rico Schmitt (rechts) begrüßen den neuen Verteidiger Aytac Sulu beim FC Carl Zeiss Jena.

Begrüßung am Donnerstagabend: Geschäftsführer Chris Förster (links) und Trainer Rico Schmitt (rechts) begrüßen den neuen Verteidiger Aytac Sulu beim FC Carl Zeiss Jena.

Foto: Tino Zippel

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„Suluuuuuuuuu“ – der Ruf war laut und langgezogen und passt so hervorragend auch zum Thüringer Dialekt. Aytac Sulu war der Kultspieler beim SV Darmstadt 98, absoluter Publikumsliebling, Mannschaftsführer. Spitzname: Captain Sulu (der aus dem Raumschiff Enterprise).

Der dienstälteste Spieler bei den sogenannten Lilien verließ erst im Januar 2019 Darmstadt. Er gilt dort als wesentlicher Garant für den damaligen Durchmarsch von der dritten in die erste Liga. Als absoluter Leistungsträger bekam Sulu in Darmstadt sogar den Titel „Ehrenspielführer“ verliehen.

Obwohl Innenverteidiger, verhalf er Darmstadt mal mit allein sieben Toren in einer Saison zum Klassenverbleib in der Bundesliga. Ein Kopfballungeheuer, per Teleportation ins Paradies gebracht, vom Raumschiff auf die Jenaer Fußballwiese gebeamt.

Nun also die überraschende Verpflichtung für den Rest der Saison beim Tabellenletzten der dritten Liga in Jena. Das darf man mal einen Knaller nennen. Hoffentlich hat der Mann, der zuletzt in der Türkei Fußball spielte, keinen Trainingsrückstand. Denn mit solchen Verpflichtungen hat der FCC ja nicht die allerbesten Erfahrungen gesammelt. Daniel Stanese war da jetzt eine Ausnahme. Da muss man mal genauer hingucken.

Vor einer Woche samstags verliert Jena unrühmlich und peinlich zuhause gegen Preußen Münster mit 1:2. Stanese steht zum ersten Mal auf dem Platz, der Neuzugang in der Winterpause. Trotzdem gehört er noch zu den besseren Spielern des FCC. Da reibt man sich die Augen. Denn Stanese hat mehr als ein Jahr lang kein Fußball mehr gespielt, war so lange verletzt.

Die Leistung einiger Mitspieler, die satt im Training stehen und Spielpraxis haben, war dagegen indiskutabel. Einzig Torhüter Jo Coppens ruft vorbildlich in jedem Spiel Leistung ab. Von solchen Typen gibt es zu wenig auf dem Platz.

Aber bei RS10, der Spitzname von Trainer Rico Schmidt, muss auch hinterfragt werden, ob immer die richtigen Leute auf dem Platz stehen. Wieso darf ein Ole Käuper noch nicht mal auflaufen, stehen andere wie Defensivmann Maximilian Rohr noch nicht mal im Kader? Hat es der FC Carl Zeiss Jena so dicke, dass er auf Spielgestalter Käuper verzichten kann?

Das hat die Vereinsspitze RS10 wohl auch gefragt. In Jena gibt es keine Zeit für Experimente. Da müssen die besten auf den Platz, um zu siegen. Morgen, am Samstag, geht es nach Braunschweig zur Eintracht. Mal sehen, ob Suluuuuuuuu schon mitmachen kann.

Der zweite überraschende Neuzugang, Außenbahnflitzer Joy-Lance Mickels von Wacker Nordhausen, wird auf keinen Fall spielen können. Er kann erst kommende Woche ins Mannschaftstraining einsteigen.

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