Blau-Weiß Neustadt und Eintracht Eisenberg mit farbenfrohem Test

Neustadt.  Völlig ungewöhnlich für ein Testspiel werden gegen Neustadt gleich zwei Platzverweise ausgesprochen – oder besser gesagt eineinhalb.

Für ein Testspiel ungewöhnlich häufig rückte Schiedsrichter Christopher Jänike in den Mittelpunkt. Hier zeigt er Eisenbergs Danny Müller Gelb, der bereits mit einer entschuldigenden Geste abdreht.

Für ein Testspiel ungewöhnlich häufig rückte Schiedsrichter Christopher Jänike in den Mittelpunkt. Hier zeigt er Eisenbergs Danny Müller Gelb, der bereits mit einer entschuldigenden Geste abdreht.

Foto: Alexander Hebenstreit

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Zumindest einmal ließ sich Christopher Jänike darauf ein, die die Regularien des Fußballs zugunsten eines möglichst sinnvollen Vergleichs zu beugen. Nachdem er Neustadts Anwar Boualem nach weniger als einer halben Stunde die Ampelkarte zeigte, gestattete er den Blau-Weißen im Sinne beider Mannschaften, wieder einen elften Spieler aufs Feld zu bringen. Als sich das Ganze aber in Hälfte zwei wiederholte und Neustadts Coach René Grüttner seine Elf wieder auffüllen wollte, hatte der Unparteiische den Kanal voll.

Sichtlich genervt gab Jänike zu verstehen, dass die Neustädter gerne einen neuen Spieler einsetzen dürfen, dafür aber bitteschön auch einen anderen auszuwechseln haben. „Beim Fußball gibt es Regeln“, verkündete der Schiedsrichter lautstark und machte unmissverständlich deutlich, dass es ein derartiges Entgegenkommen wie vor der Pause nicht ein zweites Mal geben würde.

Neustadt-Coach wünscht mehr Fingerspitzengefühl

Obwohl beide Platzverweise in wohl jedem Pflichtspiel unstrittig gewesen wären, verwunderte das für einen Test außergewöhnlich hohe Kartenaufkommen doch. Insgesamt insgesamt siebenmal griff Jänike in seine Brusttasche, zweimal in Kombination mit dem roten Karton in der Gesäßtasche. Zwei Feldververeine in einem Freundschaftsspiel waren dann auch für einen alten Hasen wie René Grüttner etwas, das er in seinem Trainerdasein noch nicht erlebt hat. „Ich finde, dass der Schiedsrichter sehr überzogen gelbe Karten verteilt hat“, merkte Neustadts Trainer an, ohne dem ganzen eine zu hohe Bedeutung zumessen zu wollen.

Vielmehr mochte er auf das Spiel blicken und hier sah er trotz der 1:2-Niederlage eine gute Vorstellung seiner Elf. „Gegen eine spielerische und kampfstarke Eisenberger Mannschaft bin ich stolz, wie sie dagegen gehalten haben. Auch die Führung war nicht unverdient, da wir nach 15 Minuten unser eigenes Spiel gut aufgezogen und Eisenberg in der Abwehr beschäftigen konnten“, bilanzierte Grüttner.

Schwere Beine durch intensive Trainingsbelastung

Dass seine Mannschaft trotz der Pausenführung durch Robin-Lee Engler als Verlierer vom Platz ging, dürfte auch nicht unerheblich mit den schweren Beinen zusammenhängen, die zwei intensive Trainingseinheiten am Freitagabend und Samstagvormittag hinterließen. So drehte die Eintracht die Partie nicht nur durch Andy Haupt und Stephan Uhl; Mit Blick auf einen Pfostentreffer, einen vergebenen Strafstoß und weitere gute Chancen wäre auch ein höheres Ergebnis möglich gewesen.

Die Steigerung der Eisenberger erkannte auch Eintracht-Coach Thomas Lässig an. „In der ersten Halbzeit haben wir keinen Zugriff bekommen, aber in der zweiten Hälfte hat die Mannschaft gezeigt, wozu sie in der Lage ist“, so Lässig, der bereits den Rückrundenauftakt mit dem Derby bei Schott Jena im Kopf hatte: „Wir müssen uns insgesamt trotzdem steigern. Da ist noch Luft nach oben.“

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