Berlin. Nenad Bjelica heißt der neue Coach von Union Berlin. Für viele ist er ein Nobody. Ein ehemaliger Welt-Fußballer kennt ihn, ist aber skeptisch.

Lothar Matthäus hat sich skeptisch über die Verpflichtung von Nenad Bjelica als Trainer des Bundesligisten 1. FC Union Berlin geäußert.

„Ob man mit einem Nobody diesen Fall auffangen kann, ist natürlich ein großes Risiko“, kommentierte der ehemalige Welt-Fußballer die überraschende Personalie beim Pay-TV-Sender Sky. Auf ihn zu setzen, sei „ganz sicher für viele überraschend“, sagte Matthäus.

Erfahrungen als Trainer sammelte Bjelica in den höchsten Spielklassen in Österreich, Polen, Kroatien und der Türkei. Mit Austria Wien und Dinamo Zagreb spielte er in der Champions League. „Einer, der noch nie in der Bundesliga trainiert hat, soll Union Berlin retten, das ist eine schwierige und heikle Aufgabe“, sagte Matthäus.

Der 52 Jahre alte Kroate war am Sonntag bei Union vorgestellt worden. Nach 15 sieglosen Spielen muss Bjelica bei den Eisernen erst einmal Aufbauarbeit leisten. Mitten im Abstiegskampf die Arbeit aufzunehmen, ist für den Kroaten selber kein Problem. „Meine ersten zwei Stellen in meiner Karriere waren auch Abstiegskampf. Ich bin voll überzeugt von meiner Arbeit. Ich bin sehr selbstbewusst“, sagte er über sich.