Christopher Lehmann erlöst die BSG Wismut Gera

Rudolstadt  Fußball: Im Ostthüringenduell der Oberliga gewinnt die BSG beim FC Einheit Rudolstadt 1:0 (0:0). Das Tor fällt in letzter Minute.

Wismut-Torwart Nicolas Kriebel wirft sich mutig in den Schuss von Rudolstadts Sven Rupprecht und pariert. Mit 1:0 gewinnen die Geraer bei den Einheit-Elf.

Wismut-Torwart Nicolas Kriebel wirft sich mutig in den Schuss von Rudolstadts Sven Rupprecht und pariert. Mit 1:0 gewinnen die Geraer bei den Einheit-Elf.

Foto: Jens Lohse

Bereits zum dritten Mal in Folge gewannen die Orange-Schwarzen unterhalb der Heidecksburg mit einem Tor Differenz. Diesmal fiel der Siegtreffer zum 1:0 gar erst in der Schlussminute. Joseph Gröschke brachte einen Freistoß von der Mittellinie vor den Eintracht-Kasten. Der bis dato ungeprüfte Rudolstädter Schlussmann Max Bresemann unterlief den Ball. Am langen Pfosten stand der wie Gröschke eingewechselte Christopher Lehmann goldrichtig und köpfte zum umjubelten 1:0 ein.

„Das war heute ein Sieg der mannschaftlichen Geschlossenheit. Wir haben genau die Tugenden an den Tag gelegt, die wir heute gebraucht haben. Am Ende haben wir hochverdient gewonnen“, so Wismut-Trainer Frank Müller.

Ob der dritte Wismut-Dreier der Saison wirklich hochverdient war, darüber konnte man zumindest streiten. Die Geraer mussten auf die gesperrten Carsten Weis und Jegor Jagupov verzichten. Auch für die Rudolstädter war das Spieljahr bisher alles andere als optimal gelaufen. Dementsprechend verunsichert begannen beide Mannschaften. Bei den Gästen waren Julius Grabs, Chris Söllner und Raphael Börner in die Startelf gerückt. Chancen blieben Mangelware. Nach einer Reetz-Flanke bekam Marco Riemer keinen Druck hinter seinen Kopfball, so dass Keeper Nicolas Kriebel ohne große Mühe parieren konnte (20.). Auf der anderen Seite war Kapitän Robert Paul einem Tor nahe. Nach einer Ecke von Chris Söllner konnte der Routinier seinen Kopfball freistehend nicht richtig platzieren (23.). Wismut war trotz der Rudolstädter Feldvorteile immer wieder in der Lage, sich mit spielerischen Mitteln zu befreien. Vorn kamen die an den Ketten zerrenden Maximilian Christl und Marco Pusch kaum einmal zu Abschluss. Etwas mehr Torgefahr erzeugten die Gastgeber. Als der pfeilschnelle Sven Rupprecht Wismut-Torwart Nicolas Kriebel schon umspielt hatte, klärte bei der folgenden Eingabe Julius Grabs in höchster Not (32.).

Nach Wiederbeginn kamen die Rudolstädter mit neuem Schwung aus der Kabine. Die Eingabe von Arne Reetz von der Grundlinie blieb allerdings ohne Abnehmer (47.). Als sich Marco Riemer den Ball von Marcel Nolde erkämpfte, brannte es lichterloh vor dem Geraer Kasten. Kriebel warf sich mutig in den Schuss von Rupprecht (49.). Auch ein Schlenzer von Rühling brachte nichts ein (54.). Wismut fiel es immer schwerer, die Bälle in den eigenen Reihen zu halten. Einen Schrägschuss des Ex-Geraers Max Gehrmann meisterte der Gäste-Keeper. Der Nachschuss von Marco Riemer wurde geblockt (58.). Auf der anderen Seite hatte Timo Slawik aus der Distanz nicht das richtige Zielwasser getrunken. (64.). Im letzten Moment verhinderte Paul mit der Fußspitze, dass der einschussbereite Riemer bei einem Diagonalpass an den Ball kam (72.). Ein Baumann-Schuss wurde noch von Chris Söllner zur Ecke abgefälscht (77.). Als das Leder dann doch im Geraer Netz lag, hatte die Schiedsrichter-Assistent beim Treffer von Riemer die Abseitsfahne oben (80.). Beide Teams richteten sich schon auf ein torloses Remis ein. Da schlugen die Gäste eiskalt zu. „Für Christopher Lehmann freut es mich besonders. Er hat bisher nicht das gezeigt, was wir von ihm erwarten. Das weiß er selbst. Wir wissen aber auch, was er kann. Das hat er heute endlich wieder einmal unter Beweis gestellt“, so Frank Müller, der auch an Torwart Nicolas Kriebel Bestnoten verteilte. „Er hat uns mit seinen Paraden im Spiel gehalten. Oft war er nicht gefordert heute. Aber wenn er gebraucht wurde, war er da.“

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