Es geht weiter beim 1. FC Gera 03

In der Fußball-Oberliga reist der 1. FC Gera 03, dessen Insolvenz vorerst abgewendet scheint, am Freitag zum 1. FC Lok Leipzig. Am Sonnabend tritt in der Verbandsliga die BSG Wismut Gera beim SV Motor Altenburg an.

Fußball-Oberliga: 1. FC Gera 03 - FSV Zwickau 1:5. Zwickaus Robert Paul (Nr. 4) setzt sich im Kopfballduell gegen den Geraer Florian Matk durch und erzielt den fünften Gäste-Treffer. Nach dem 1:5 gegen den Spitzenreiter muss Oberliga-Aufsteiger 1. FC Gera 03 am Freitag beim 1. FC Lok Leipzig antreten. Foto: Jens Lohse

Fußball-Oberliga: 1. FC Gera 03 - FSV Zwickau 1:5. Zwickaus Robert Paul (Nr. 4) setzt sich im Kopfballduell gegen den Geraer Florian Matk durch und erzielt den fünften Gäste-Treffer. Nach dem 1:5 gegen den Spitzenreiter muss Oberliga-Aufsteiger 1. FC Gera 03 am Freitag beim 1. FC Lok Leipzig antreten. Foto: Jens Lohse

Foto: zgt

Gera. In der NOFV-Oberliga muss Schlusslicht 1. FC Gera 03 bereits am Freitag ran. 19 Uhr steht im traditionsreichen Bruno-Plache-Stadion beim 1. FC Lok Leipzig der atmosphärische Höhepunkt der Hinrunde an.

Spiele unter Flutlicht genießen in der fünften Liga Seltenheitswert. Schon allein deshalb dürfte jeder auflaufende Gäste-Kicker hoch motiviert in die Begegnung gehen. Zu verlieren hat die Weißhaupt-Elf ohnehin nichts. Die im Raum stehende Insolvenz scheint erst einmal abgewendet. Die Ausgaben sind kaum weiter drückbar reduziert. Sportlich endeten die letzten sieben Begegnungen allesamt mit Niederlagen.

"Wenn jeder wieder mit dem Engagement wie zuletzt gegen Zwickau zu Werke geht, brauchen wir uns nicht zu fürchten. Wir freuen uns auf die Partie. Jeder kann sich ins Rampenlicht spielen", sagt Spielertrainer Marco Weißhaupt.

An der Taktik wird sich nichts ändern. Trotz 31 Gegentoren in zehn Partien bleibt den Geraern gar keine andere Möglichkeit, als sich hinten einzuigeln und auf die eine oder andere Konterchance zu lauern. Weißhaupt selbst wird wieder die Rolle des Defensivchefs übernehmen, sich bei eigenem Ballbesitz aber mit nach vorn einschalten. Definitiv ausfallen wird Armand Deugoue wegen eines Muskelfaserrisses. Dafür kehrt Andy Warning ins Team zurück. Mit geplatztem Trommelfell hatte er gegen Spitzenreiter Zwickau aussetzen müssen, hat nun seine Antibiotika-Einnahme abgeschlossen. Auch die in der Vorwoche verletzt ausgeschiedenen Michael Franz und Florian Matk stehen wieder im Training, so dass sich die personelle Lage leicht entspannt. In bisher zwei Oberliga-Auftritten gewannen die 03er beim nun vom Ex-Geraer Mike Sadlo betreuten 1. FC Lok Leipzig. Im November 2008 gewannen sie vor mehr als 3500 Zuschauern mit Weißhaupt und Franz in der Startelf nach Toren von Janke und Friedrich mit 2:1. Im Mai 2010 sicherten Pohland und Janke an gleicher Stelle einen weiteren 2:1-Erfolg. "Doch damals stand bei uns eine andere Mannschaft auf dem Platz", erinnert Trainer Marco Weißhaupt an die Realitäten.

Verbandsligist BSG Wismut Gera kickt am Sonnabend, 14 Uhr beim SV Motor Altenburg. Die Skatstädter nehmen mit 21 Punkten Platz zwei ein und sind schärfster Verfolger von Spitzenreiter Nordhausen. Fünf Minuten vor Schluss fingen sie sich in der Vorwoche in Neustadt den 1:1-Ausgleich ein, sonst wären sie den Südharzern bis auf vier Zähler nahe gekommen. Wismut-Trainer David Kwiatkowski war zuletzt mit seiner Mannschaft alles andere als zufrieden. Vier Spiele lang ist Wismut nun schon ohne Dreier, kam nach der Niederlage in Nordhausen über Unentschieden gegen Heiligenstadt (1:1/H), Arnstadt (2:2/A) und Meuselwitz II (0:0/H) nicht hinaus. Sicher sind alle Kontrahenten gestandene Verbandsliga-Teams. Doch hatte Wismut seine Ansprüche vor der Saison erhöht und Trainer Kwiatkowski zuletzt Einstellung und Siegeswillen bemängelt. Da muss sich also schleunigst etwas zum Guten wandeln, denn nach dem Gastspiel in Altenburg, wo Wismut in den letzten Jahren immer verlor, steht schon das Pokal-Viertelfinale in Mühlhausen auf dem Programm. Ein Ausscheiden dort wäre unverzeihlich angesichts der möglichen Halbfinalgegner Jena oder Erfurt. Der Druck wächst also.