Erfurt. Seit dem Stadionumbau 2017 ist die Westtribüne im Erfurter Steigerwaldstadion gesperrt. Nun wird überlegt, wie man das ändern könnte und was das kostet.

Wenn der Stadtrat grünes Licht gibt, wird die Kommune 350.000 Euro in die Hand nehmen, um die seit der Eröffnung des Steigerwaldstadions gesperrte Westtribüne auf Dauer temporär für Höhepunkte bei Fußball und Leichtathletik nutzbar zu machen. Es solle ein Gesamtangebot werden, sagt Sportbeigeordneter Andreas Horn. „Wenn wir ernst nehmen, Erfurt zu einer Sportstadt zu machen, brauchen wir neben dem Fußball auch Leichtathletik-Meetings“. Dazu sei man mit dem Leichtathletikverband im Gespräch. Man versuche für den Sommer 2024 ein „Erfurt Outdoor“ hinzubekommen. Ziel sei es, das zu einem wiederkehrenden Höhepunkt zu machen. Auch, um perspektivisch wieder eine Deutsche Meisterschaft nach Erfurt zu holen, ergänzt Christian Fothe, Geschäftsführer der Arena Erfurt GmbH. Da es auch in puncto Konzerte 2024 einige Ideen gebe, wäre die Westtribüne auch in dieser Hinsicht eine Möglichkeit. Fothe wäre auch an den Räumen unter der Tribüne als Lagermöglichkeit für das oft sperrige Leichtathletik-Equipment interessiert. 2027 wieder Deutsche Meisterschaft, davor schon vielleicht eine U23-Meisterschaft, das müsse machbar sein, so Fothe. Das gelte auch mit Blick auf die gestiegene Attraktivität des Frauenfußballs und dem zunehmenden Publikumszuspruch bei der Frauen-Nationalmannschaft.