Erster Spatenstich für Fußballarena in Jena fällt aus

Tino Zippel
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Das Baufeld für die neue Nordtribüne im Ernst-Abbe-Sportfeld wird vorbereitet.

Das Baufeld für die neue Nordtribüne im Ernst-Abbe-Sportfeld wird vorbereitet.

Foto: Tino Zippel

Jena.  Am Donnerstag sollte der erste Spatenstich für die Jenaer Fußballarena gesetzt werden. Doch der Termin fällt aus.

Am Donnerstag sollte der erste Spatenstich für den Umbau des Ernst-Abbe-Sportfeldes zum reinen Fußballstadion stattfinden. Doch die EAS Betriebsgesellschaft hat die offizielle Veranstaltung abgesagt.

„Die neuen Regelungen des Bundesinfektionsschutzgesetzes verbieten die geplante Veranstaltung“, sagt Geschäftsführer Andreas Kuhn. Da auf absehbare Zeit keine Besserung der Inzidenzlage in Sicht sei, verzichte die Betreibergesellschaft beim Bau der Nordtribüne gänzlich auf den symbolischen Akt.

Die Bauarbeiten starten trotzdem

Die Vorbereitungsarbeiten für den Bau laufen bereits auf Hochtouren. Bis 11. Mai wird eine Schotterschicht aufgebracht, damit das 90 Tonnen schwere Bohrgerät für die Baugründung nicht einsinkt. Die Bohrarbeiten selbst sollen laut Kuhn am 20. Mai beginnen. Bis zu diesem Termin erwartet er auch die Baugenehmigung für das Projekt. „Ich bin in dieser Sache sehr entspannt. Sie wird pünktlich auf der Baustelle sein“, sagt Kuhn.

Bis 2023 wird das Jenaer Stadion zu einer gut 15.000 Zuschauer fassenden Fußballarena umgebaut. Zunächst entsteht im Norden eine neue Tribüne. Wenn der Bau wie kalkuliert läuft, soll diese zur Rückrunde der nächsten Saison ihren Betrieb aufnehmen. 4000 Plätze bietet der Bau, in dem auch Kioske, Toiletten und ein Sanitätsraum integriert sind.

Früherer Abriss der Gegengerade wird erwogen

Parallel dazu prüft die Stadiongesellschaft, ob beim wahrscheinlichen Verbleib des FC Carl Zeiss Jena in der Regionalliga der Bauablauf beschleunigt werden könnte. Beispielsweise, indem weitere Bauabschnitte schon beginnen, bevor die Tribüne im Norden fertiggestellt ist. So könnte ein Teil der Gegengerade früher weichen. Einen guten Grund, das Tempo zu erhöhen, sieht Kuhn in den deutlichen Preissteigerungen für Baumaterialien. Aufgrund der stetig steigenden Preise erwägt das Unternehmen bereits, ein eigenes Baustofflager für das Projekt anzulegen. Das lohne sich auch, um Verzögerungen im späteren Bauablauf zu verhindern, wenn für manche Materialien der Nachschub stockt.

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