FC Carl Zeiss: Mühevoller Heimsieg gegen Babelsberg

Fußball-Regionalligist FC Carl Zeiss Jena hat den ersten Heimsieg im neuen Jahr feiern können. Dank Treffern von Matthias Peßolat und Dominik Bock besiegten die Ostthüringer einen schwachen SV Babelsberg 03 mit 2:0.

Andis Shala gratuliert Dominik Bock zum 2:0. Foto: Tino Zippel

Andis Shala gratuliert Dominik Bock zum 2:0. Foto: Tino Zippel

Foto: zgt

Jenas Trainer Andreas Zimmermann wartete gegenüber dem 1:2 bei Hertha BSC II mit drei Veränderungen in der Startelf auf. Sturmtalent Bock durfte für Junior Torunarigha von Beginn an ran, ebenso Sören Eismann als rechter Verteidiger für Florian Giebel und Gramoz Kurtaj in der Mittelfeldzentrale für Patrick Milchraum, der während der Woche mit Fieber zu kämpfen hatte.

Der FC Carl Zeiss begann engagiert, stand diszipliniert. Ein erstes Jenaer Achtungszeichen setzte dann gleich Kurtaj, als er in der dritten Spielminute einfach mal aus zirka 22 Metern abzog. Der Ball klatschte an den Babelsberger Pfosten. Ansonsten fiel den Jenaern nicht viel ein. Viele Fehlabspiele prägten die Partie. Als Matthias Peßolat mal wieder ein solches ablieferte, kamen auch die Filmstädter zu ihrer ersten Chance. Heiko Schwarz traf ebenfalls mit einem Distanzschuss aus 25 Metern nur den Pfosten (15.).

Anschließend war wieder der FC Carl Zeiss am Zug, konnte aber nichts Überzeugendes abliefern und ließ seine Chance meist leichtfertig liegen. So versuchte sich Tino Schmidt am Hackentrick, statt selber abzuschließen, oder Marcel Schlosser drehte lieber noch einmal ab und flankte, als den Abschluss zu suchen. Der daraus resultierende Kopfball von Andis Shala (24.) verfehlte ebenso knapp sein Ziel wie jener von Bock (27.). Schmidts Schuss (31.) konnte Babelsberg-Keeper Marvin Gladrow problemlos entschärfen, bei dem von Shala (36.) musste er nicht mal eingreifen.

Das Chancen-Übergewicht der Ostthüringer täuschte aber nicht darüber hinweg, dass die 2906 Zuschauer an der Saale eine von beiden Teams ganz, ganz schwach geführte erste Halbzeit sahen.

Auch die zweite Halbzeit begann mit einem Achtungszeichen für den Gastgeber. Nach einer Schlosser-Flanke landete Bocks Abnahme an der Latte (48.). Kurze Zeit später stellte Schlosser seine Abschlussschwäche an diesem Tag einmal mehr unter Beweis, als sein Schuss in die Arme von Gladrow kullerte (53.). Kaum zwei Minuten später zeichnete sich der Babelsberger Torhüter erneut aus, als er einen Schuss von Kurtaj parierte.

In der 60. Minute konnte Gladrow die zuvor gezeigten guten Leistungen nicht bestätigen. Nach einem Freistoß von Schlosser patzte er, legte Peßolat die Kugel vor die Füße, der nur noch einzuschieben brauchte – 1:0 nach einem glücklichen Tor für den FC Carl Zeiss.

In der 67. Minute zeigte der erst 19-jährige Bock, dass Zeiss-Trainer Zimmermann zu Recht auf ihn gesetzt hatte. Nach einem abgefälschten Freistoß von Schlosser schaltete er am schnellsten und erzielte sein erstes Tor in der Regionalliga.

Die Babelsberger bewiesen in der 71. Minute einmal mehr, dass sie an diesem Tag nicht vorhatten, ein echter Gegner im Ernst-Abbe-Sportfeld zu sein. Als Daniel Becker selbst schon Zeiss-Keeper Tino Berbig ausgespielt hatte, brachte er es fertig, den Ball am leeren Tor vorbeizuschießen. Auf der Gegenseite zeigte Shala, dass auch der FC Carl Zeiss noch viel Luft nach oben hat. Nach einem Foul im Babelsberger Strafraum von Julian Prochnow am Jenaer Marius Grösch vergab er einen Elfmeter kläglich. Gladrow hielt den unplatzierten Schuss ohne Mühe (73.).

Am Ende blieb es beim aufgrund der Schwäche der Gäste verdientem Sieg für den FC Carl Zeiss.