Neuer FC-Carl-Zeiss-Spieler Six möchte RB Leipzig ärgern

Defensivspieler will sich durch gute Leistungen für einen längeren Vertrag beim FC Carl Zeiss Jena anbieten.

Justus Six ist neuer Spieler beim FC Carl Zeiss Jena. Foto: Tino Zippel

Justus Six ist neuer Spieler beim FC Carl Zeiss Jena. Foto: Tino Zippel

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Jena. Das nennt man einen Blitztransfer: Keine 24 Stunden lagen zwischen der Kontaktaufnahme und dem ersten Training von Justus Six in den Farben des FC Carl Zeiss Jena.

Der 27-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende beim Fußball-Regionalligisten. Größter Fürsprecher war Co-Trainer Thomas Hoßmang, der Six aus der vorigen Saison beim VFC Plauen kennt. "Er war absoluter Stammspieler", sagt Hoßmang, der am Mittwochmorgen zum Telefon griff. Tags zuvor hatte sich Marcel Schlosser beim Testspiel gegen Dynamo Dresden II am Knöchel verletzt, so dass die Jenaer alle Optionen sondierten. Zwar läuft Schlosser wieder. "Aber mit dem Ball geht’s noch nicht", sagt er.

Six war auf der Suche nach einem neuen Verein. In Plauen hatte er seinen Vertrag aufgelöst, nachdem ihn der Regionalligist nach viereinhalb Jahren suspendiert hatte. Gemeinsam mit Hoßmangs Sohn soll er Grüppchenbildung betrieben haben, doch dieser Grund scheint nur vorgeschoben zu sein. Schließlich waren die Vogtländer zu knapp bei Kasse.

Drei Wochen lang trainierte Six beim ZFC Meuselwitz mit, bevor sich Trainer Holm Pinder gegen einen Transfer entschied. Die Eindrücke von den Testspielen auf holprigem Boden hätten ihn nicht überzeugt. Er sehe wenig Chancen für Six, sich einen Stammplatz zu erarbeiten, befand der ZFC-Coach.

Das Können des Spieler schätzen die Jenaer Trainer anders ein. "Er hat die Qualität, rechts oder links in der Viererkette zu spielen, und kann so Spieler für andere Positionen freimachen", sagt Hoßmang. Six sei ein "schneller Spieler und aggressiv in der Balleroberung. Er hilft uns sofort weiter."

Der Fußballer freute sich über das Angebot, fuhr sofort nach Jena. "Endlich kann ich mich wieder in der Heimat Thüringen zeigen." Geboren in Weimar, schlug einst das Pendel nach Erfurt. "Ich bin Rot-Weiß dankbar für die gute Ausbildung", sagt Six im Wissen um die Konkurrenz beider Vereine. "Ich kenne die Rivalität von der Jugend an. Sie gehört zu Thüringen dazu."

Seinen Worten zufolge will er versuchen, sich gut einzugliedern. Er traut dem Team eine gute Serie zu. "Ich will mich in der Rückrunde richtig reinhauen. Vielleicht können wir RB Leipzig noch einmal ärgern, damit sie nicht so leicht durchkommen", schaut er voraus im Wissen, dass sich gute Leistungen durchaus in einer Vertragsverlängerung auszahlen können. Motiviert ist er jedenfalls.

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