RB Leipzig zieht davon, doch FC Carl Zeiss muss weiter zuschauen

RB Leipzig zieht in der Fußball-Regionalliga davon, während der FC Carl Zeiss Jena erneut aussetzt. Zumindest spielt und gewinnt Zeiss II.

FC Carl Zeiss Jena: Trainer Petrik Sander (links) im Gespräch mit Präsident Rainer Zipfel.

FC Carl Zeiss Jena: Trainer Petrik Sander (links) im Gespräch mit Präsident Rainer Zipfel.

Foto: zgt

Jena. Ein weiteres punktspielfreies Wochenende liegt hinter der Regionalliga-Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena. Meisterschaftskonkurrent RB Leipzig hat sein Spiel gegen Optik Rathenow am Sonnabend mit 2:1 gewonnen.

Nur wenige Minuten sah es im Leipziger Zentralstadion danach aus, als könne der Außenseiter eine Überraschung landen. Rathenow ging in Führung, aber die Rasenballsportler drehten die Partie, so dass sie nun bei einem Spiel mehr zwölf Punkte vor Jena auf dem ersten Platz thronen. "Wenn wir nicht spielen, ist doch klar, dass wir punktemäßig in Rückstand geraten", sagt Zeiss-Trainer Petrik Sander.

Ohnehin hat der FCC nur eine Chance, noch einmal in den Titelkampf einzugreifen, falls RB Leipzig das eine oder andere Spiel verlieren sollte. Zugleich darf der FC Carl Zeiss keine Punkte lassen – ein recht unwahrscheinliches Szenario. Sander fasst es realistisch zusammen: "Wenn RB nicht schwächelt, können wir auf den ersten Platz schielen, so viel wir wollen. Da schmerzen uns nur die Augen."

Aller Voraussicht nach kann der Fc Carl Zeiss Jena am kommenden Sonntag zum ersten Mal in diesem Jahr ins Punktspielgeschehen eingreifen. "Wenn wir gewusst hätten, dass wir erst am zweiten März-Wochenende in die Liga einsteigen, hätten wir sicherlich die Vorbereitung anders aufgebaut", bekennt der Jenaer Trainer. Aber weiter nachdenken wolle er darüber nicht, schließlich sei es so nicht absehbar gewesen angesichts der milden Temperaturen zum Trainingsauftakt im Januar.

Er freue sich, wenn nun tatsächlich mit Spielen begonnen werden. "Die vergangenen Wochen waren für die Mannschaft psychisch schwer zu verkraften", sagt der Trainer.

Woche für Woche hätten die Spieler sich neu hochgefahren und fokussiert auf die Partien, die aber großteils kurzfristig ausgefallen sind. Für die anstehenden arbeitsreichen Monate sieht Sander seine Mannschaft aber gut gerüstet.

Sie könne es verkraften, aller drei, vier Tage ein Spiel zu absolvieren. "Auch die anderen Teams werden bestimmt an der Kondition gefeilt haben."

Neben Marcel Schlosser, der wegen seines Knöchelbruchs ausfällt, sind auch Daniel Barth, Isaac Akyere und Marius Grösch noch nicht voll einsatzbereit. Vor allem Grösch, der nach einem Sprunggelenksbruch zurückkehrt, will Sander "äußerst behutsam" heranführen, wie er sagt.

Ronald Wolf, der zuletzt wegen Adduktorenproblemen ausgesetzt hatte, sammelte Spielerfahrung beim Punktspiel der zweiten Mannschaft gegen den FC Erzgebirge Aue II. Sander gab einige seiner Reservisten in die Truppe von Lothar Kurbjuweit, die klar mit 4:0 gewann. Yves Brinkmann, Pascal Ibold und Przemyslaw Trytko, der einen Elfmeter verwandelte, gehörten zu den Spielern der ersten Mannschaft, die sich in die Torschützenliste eintrugen.

Intern waren die Jenaer offenbar gar nicht so böse über die Absage. Schließlich gestaltete sich das Training auf den verschneiten Plätzen in den vergangenen Wochen recht schwierig, so dass mit Anpassungsproblemen auf dem grünen Rasen zu rechnen gewesen wäre. Nun können sie dank der Räumaktion eine Woche auf ordentlichem Geläuf üben, bevor sie am Sonntag - hoffentlich - in Neustrelitz antreten.

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