Rechtzeitig vor Jahresende: Bauantrag für Ernst-Abbe-Sportfeld Jena eingereicht

Jena  Etappenziel beim Jenaer Stadionprojekt: Der Bauantrag ist gestellt – das sind die Pläne.

Nach dem Abriss der Nordkurve muss das abgetragene Material noch abtransportiert werden.

Nach dem Abriss der Nordkurve muss das abgetragene Material noch abtransportiert werden.

Foto: Tino Zippel

Der Bauantrag füllt eine komplette Stapelbox. Rechtzeitig vor Weihnachten hat die IBA Jena als Generalplaner die Unterlagen für das neue Stadion an die Stadt Jena übergeben. Damit ist offiziell der Antrag für den Umbau des Ernst-Abbe-Sportfeldes zur reinen Fußballarena auf den Weg gebracht.

Planungsaufwand von bislang einer Million Euro

„Wir haben aufgrund Corona-bedingter Quarantänefälle den Antrag etwas später als geplant eingereicht“, sagt Andreas Kuhn, Geschäftsführer der EAS Betriebsgesellschaft. Durch den großen Einsatz der elf beteiligten Planungsbüros sei es gelungen, die kompletten Unterlagen fürs ganze Stadion noch in diesem Jahr abzugeben. Insgesamt beziffert Kuhn den Planungsaufwand bis dato mit der Summe von einer Million Euro.

Im neuen Jahr werde man mit dem Bauamt die Strategie besprechen. Ziel sei, Teilbaugenehmigungen zu erreichen. „Schließlich handelt es sich um ein sehr komplexes Bauwerk mit vier Bauabschnitten, drei Neubauten und der Sanierung von zwei Bestandsgebäuden“, sagt Kuhn. Neben der heutigen Haupttribüne wird auch das historische T-Gebäude zum künftigen Stadionareal zählen.

Das ist das erste Bauziel

Ziel ist, im Jahr 2021 die neue Nordtribüne zu bauen. „Ich bin optimistisch, dass wir Ende April den Spatenstich setzen“, sagt Kuhn. Die Beräumung der Nordkurve nach dem Abbruch ist noch nicht abgeschlossen. Hier wartet der Stadionbetreiber noch auf die Ergebnisse entnommener Bodenproben, bevor der Abtransport erfolgt.

Gesamtziel bleibt, die Fußballarena im Jahr 2023 einzuweihen, sagt Kuhn. Die Planer arbeiten seinen Angaben zufolge bereits daran, einen möglichst optimierten Bauablauf sicherzustellen.

Die Umbaukosten für das Stadion, das 15.408 Plätze für Fußballfans bieten wird, betragen inklusive des Trainingsgeländes 40 Millionen Euro. Für den Hauptnutzer FC Carl Zeiss Jena, derzeit in der Fußball-Regionalliga, verbessern sich die Bedingungen deutlich. Auch das Nachwuchsleistungszentrum profitiert und bekommt ein Trainingszentrum in den Katakomben der heutigen Haupttribüne.