Shala trifft zum 1:0-Erfolg des FC Carl Zeiss Jena in Babelsberg

Vor 3.156 Zuschauern siegt der FCC in Babelsberg mit 1:0 (0:0). Das ist der zweite Sieg für die Thüringer unter Trainer Andreas Zimmermann. Getrübt wird der ausflug durch eine Gelb-Rote für Matthias Peßolat.

Marc-Philipp Zimmermann (rechts) behauptet den Ball gegen den Babelsberger Süleyman Koc. Foto: Peter Poser

Marc-Philipp Zimmermann (rechts) behauptet den Ball gegen den Babelsberger Süleyman Koc. Foto: Peter Poser

Foto: zgt

Babelsberg. Wer es bis Sonntag noch nicht wusste: Berliner Uhren gehen am schnellsten. Warum sonst pfiff Berlins Schiedsrichter Robert Wessel drei Minuten zu früh zum Pausentee.

Bis dahin bestimmte im Wesentlichen der FC Carl Zeiss die keineswegs atemberaubende Partie. Für den ersten Schreckschuss im alten Babelsberger "Karli" sorgte Marcel Schlosser: Er setzte in der zwölften Minute einen Knaller an den Pfosten. Geißler tat sich in der 15. Minute mit einem Solo hervor; leider zischte der Ball knapp über die Latte. Schlosser war es auch, der Torwart Dominik Feber zu einer Glanzparade herausforderte. Doch es blieb trotz Jenaer Überlegenheit beim 0:0.

Nach dem Wechsel drehten die Jenaer dann auf. Für Tino Schmidt war Gramoz Kurtaj ins Spiel gekommen. Dem Angriff des FC Carl Zeiss gab Kurtaj neuen Schwung. Schon vier Minuten nach Wiederanpfiff versuchte er sich mit einem Kopfball, den Feber im Tor abwehren konnte.

In der 61. Minute war der Babelsberger Keeper nach einem Kopfball von Andis Shala aber machtlos: Nach einer Ecke von Schlosser setzte Shala die Kugel ins Netz und fing sich sofort eine Gelbe Karte ein. Der Jubel vor dem Fanblock dauerte Schiedsrichter Wessel einfach zu lange.

Schlosser brillierte weiter mit gekonnten Tricks und schnellen Sprints mit dem Hang zum Tor. In der 77. Minute muss er den glatten, kurz geschorenen Rasen im Karl-Liebknecht-Stadion mit einer Ringermatte verwechselt haben: Mit einem Überwurf holte er Babelsbergs Zimmer von den Beinen. Die Folge war die gelbe Karte. Vom Platz musste zwei Minuten später Matthias Peßolat: Nach einer Gelben Karte in der ersten Halbzeit fing er sich in der 79. Minute die zweite ein. So mussten sich die Jenaer in den letzten elf Minuten mit zehn Mann gegen die Babelsberger stemmen.

Und es wurde tatsächlich noch einmal heiß vor dem Jenaer Tor. Tino Berbig musste sich gleich mehrfach gegen Lucas Albrecht und Süleyman strecken, um den Ausgleich zu verhindern.

Jenas neuem Trainer Andreas Zimmermann fiel nach dem Schlusspfiff sichtlich ein Stein vom Herzen, was er unumwunden zugab: "In der ersten Halbzeit stand uns der Pfosten im Wege. Da wir nicht aus dem Feld getroffen haben, musste, wie so oft im Fußball, eine Standardsituation herhalten. Für die letzten zehn Minuten, als wir nur noch zehn Mann waren, möchte ich mich bei unseren zahlreichen Fans bedanken, die uns toll unterstützt haben. Dadurch brachte wir auch über brenzlige Situationen den Sieg nach Hause."

Cem Efe, Babelsbergs Trainer bestätigte die Aussage Zimmermanns: " Wir haben es uns in der ersten Halbzeit zu schwer gemacht. Als wir dann in der zweiten Hälfte torgefährlicher wurden, steigerte sich auch Jenas Abwehr. Der Sieg geht in Ordnung."

Töpel: Der FC Carl Zeiss Jena muss in die Dritte Liga

Mehr zum FC Carl Zeiss Jena