Shala will beim FC Carl Zeiss zum Führungsspieler werden

Andis Shala hat sein bestes Spiel im Trikot des FC Carl Zeiss Jena gemacht und dennoch mit 4:5 gegen RasenBallsport Leipzig verloren. Für die neue Saison hat er sich viel vorgenommen.

Die Zeiss-Spieler Andis Shala (links) und Przemyslaw Trytko sind das neue Sturm-Duo des FC Carl Zeiss. Foto: Tino Zippel

Die Zeiss-Spieler Andis Shala (links) und Przemyslaw Trytko sind das neue Sturm-Duo des FC Carl Zeiss. Foto: Tino Zippel

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Jena. Zufrieden war Andis Shala nicht so richtig. "Wir haben denen ein paar Tore zu viel geschenkt. Wenn wir konzentrierter sind, gewinnen wir das Spiel", sagt der Zeiss-Stürmer nach dem 4:5-Spektakel gegen Regionalliga-Meister RasenBallsport Leipzig. Doch zumindest begeisterte das letzte Heimspiel der Ostthüringer in dieser Saison, vom Ergebnis einmal abgesehen, den Großteil der 5544 Zuschauer.

Und endlich einmal konnte der als Hoffnungsträger im Winter zum FC Carl Zeiss gekommene Stürmer glänzen. Beim 2:3 durch Matthias Peßolat (41.) und beim 3:3 durch Przemyslaw Trytko (60.) hatte er jeweils glänzende Vorarbeiten geliefert.

Doch zunächst sah es so aus, als ob sich seine Serie schlechter Spiele fortsetzt. Jena war durch Trytko (1.) zwar früh in Führung gegangen, doch danach schlichen sich bei den Ostthüringern Fehler ein. Zunächst glich Carsten Kammlott aus (5.), dann brachte Bastian Schulz die Sachsen (24.) auf die Siegerstraße, ehe erneut Kammlott (34.) fast schon für die Vorentscheidung sorgte. Bis zu diesem Zeitpunkt lief auch bei Shala wenig. Missverständnisse, der Ball versprungen, der vom Halleschen FC gekommene Angreifer ließ wieder einmal viel vermissen. In der Vorbereitung hatte er noch in jedem Spiel für Jena getroffen. "Doch dann habe ich mich verletzt, eine Rote Karte bekommen. Es lief nicht gut für mich, ich hatte Anlaufschwierigkeiten", gibt er unumwunden zu.

Doch die Vorlage für Trytkos 2:3 wirkte wie ein Befreiungsschlag für ihn. Fortan zählte Shala zu den Besten, holte schon verloren geglaubte Bälle, kämpfte und zeigte seine feine Technik. Dass es dennoch nicht zu einem Remis reichte, ist auch der Klasse der Leipziger geschuldet. Die nutzten ihre Chancen eiskalt. Thiago Rockenbach (74./Elfmeter) und der eingewechselte Matthias Morys mit einem Traum-Lupfer aus 30 Metern (81.) stellten den alten Abstand wieder her. Jena gelang durch Gabor Dvorschak nur noch das 4:5 (85.).

Dennoch bewertet Shala das Spiel im Grunde genommen positiv, für sich und auch für sein Team: "Ein Tor hab ich zwar noch nicht gemacht, aber wenn ich zwei Tore vorlege, ist der Trainer auch zufrieden. Und man hat auch gesehen, wie viel drin steckt in der Truppe. Vielleicht verstummen die Kritiker jetzt ein bisschen."

Seine Leistung sei ein Fingerzeig für die nächste Saison gewesen. "Ich will hier ein Führungsspieler werden und ich weiß, dass ich das auch kann", sagt er. Mit einer guten Leistung beim Auswärtsspiel gegen Optik Rathenow morgen (Anstoß 18.30 Uhr) kann er seine Ambitionen untermauern.

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