Sieg für FC Carl Zeiss Jena am Ende einer „wahnsinnigen Woche“

Markranstädt  Regionalliga  Durch einen 1:0-Erfolg bei RB Leipzig II thront der FC Carl Zeiss zum ersten Mal seit seinem Abstieg aus der 3. Liga an der Tabellenspitze der Regionalliga.

Die Jenaer Mannschaft jubelt mit den Fans.

Die Jenaer Mannschaft jubelt mit den Fans.

Foto: zgt

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Der FC Carl Zeiss Jena hat das 0:2 im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart am Mittwochabend gut verdaut: Bei Aufsteiger RB Leipzig II kamen die Ostthüringer am Sonntag zu einem späten, aber hochverdienten 1:0-Erfolg und übernahmen durch Patzer der Konkurrenz die Tabellenspitze in der Regionalliga. Es ist das erste Mal seit dem Abstieg aus der 3. Liga 2012, dass die Saalestädter ganz oben in der Tabelle stehen.

Zeiss-Trainer Volkan Uluc war sehr stolz auf seine Mannschaft, „dass sie nach so einer wahnsinnigen Woche mit dem Höhepunkt am Mittwoch noch einmal so aufgetreten ist. Auch wenn uns heute nicht alles gelungen ist, war der Sieg gegen RB II hochverdient“.

Sieg laut Trainer Uluc hochverdient

Uluc hatte seine Aufstellung gegenüber dem Stuttgart-Spiel auf zwei Positionen ändern müssen. Johannes Pieles stürmte für Starke (Innenbandverletzung) und Schlegel übernahm die linke Außenbahn wieder von Vojvoda (Zerrung). Bei beiden Spielern handelte es sich um Vorsichtsmaßnahmen, dass sie nicht im Kader standen.

Von Müdigkeit war bei den Jenaern trotz der Strapazen am Mittwoch aber keine Spur. Zunächst ging es auf und ab, doch nach und nach sah die Partie ein deutliches Chancenplus bei den Gästen. Nur haperte es einmal mehr im Abschluss. In der 7. Minute untermauerten Jovanovic und Klingbeil den FCC-Anspruch auf drei Punkte. Ein Tor von Schlegel wurde wegen Handspiels nicht gegeben (12.). Auch Bär konnte mit seinem Kopfball nicht für die frühe Jenaer Führung sorgen (25.). Danach fanden die Leipziger besser ins Spiel, Mauer sorgte immer mal wieder für Gefahr, doch insgesamt stand die Abwehr der Jenaer überaus souverän. Doch weiter haperte es im Abschluss und so ging es mit 0:0 in die Pause, auch weil Bär wieder per Kopf kurz vor dem Pausenpfiff (42.) vergab.

In der zweiten Halbzeit erwies Fechner seinen Farben einen Bärendienst. Innerhalb von drei Minuten langte er zwei Mal gegen Kristic und Bär hin und musste nach der Ampelkarte zum Duschen gehen. „Das war für mich die Schlüsselszene der Partie“, sagte RB-Coach Tino Vogel. Die erste Gelbe Karte für Fechner sei unberechtigt gewesen, fand er. Der FC Carl Zeiss spielte also ab der 51. Minute in Überzahl. Doch die Feldüberlegenheit in Tore umzumünzen, das gelang vor 1036 Zuschauern, 700 davon FCC-Fans, nicht.

In der 73. Minute war Bär zum dritten Mal mit dem Kopf zur Stelle und wieder sprang nichts Zählbares heraus. Zwei Minute später probierte er es mit einem Schuss, den Belott im RB-Gehäuse parieren konnte.

So langsam lief den Jenaern die Zeit davon. Der eingewechselte Wiezek hätte bei seiner Doppelchance in der 80. Minute Werbung in eigener Sache machen können, doch dem Polen im Diensten des FC Carl Zeiss blieb der Torjubel verwehrt. Auf der Gegenseite hätte Mauer den Spielverlauf fast auf den Kopf gestellt (82.), doch FCC-Keeper Koczor hatte aufgepasst.

In der 88. Minute fiel dann doch noch die verdiente Jenaer Führung. Die Vorarbeit hatte Bär geleistet und Erlbeck war mit Schienbeinschuss zur Stelle. „Egal, Hauptsache der Ball war drin“, meinte der Schütze des einzigen Tores. „Wir haben uns den Sieg als Mannschaft verdient, weil wir nie aufgegeben haben. Das zeigt, welche Mentalität in der Mannschaft steckt.“

Für den FC Carl Zeiss, der seinen Spielern jetzt erst einmal eine kleine Verschnaufpause gönnt, geht es in den nächsten Wochen Schlag auf Schlag. Am kommenden Sonntag kommt der starke Aufsteiger Neugersdorf ins Ernst-Abbe-Sportfeld, dann geht es nach Babelsberg (20. November), ehe die Ostthüringer Gastgeber gegen den zweiten Favoriten auf den Staffelsieg, den FSV Zwickau, sind (29. November).

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