Weber: „Zu Hause sind wir zu allem fähig“

Meuselwitz.  Fußball-Regionalligist Meuselwitz empfängt am Sonntag Cottbus. Im Hinspiel führte der ZFC bis zur 84. Minute mit 2:0

Freundliche Begrüßung in Leipzig zwischen den Trainern  Wolfgang Wolf (links) und Heiko Weber.

Freundliche Begrüßung in Leipzig zwischen den Trainern  Wolfgang Wolf (links) und Heiko Weber.

Foto: Thomas Gorlt

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Am Freitagabend vor einer Woche verlor der ZFC Meuselwitz in Probstheida beim 1. FC Lok Leipzig mit 2:4. Am Sonntag empfängt die Elf von Trainer Heiko Weber mit dem FC Energie Cottbus das nächste Spitzenteam der Fußball-Regionalliga Nordost. „Wir freuen uns auf das Spiel“, sagt Trainer Heiko Weber, „die Cottbuser haben sich mit 500 Fans angekündigt. Wir rechnen mit um die 1500 Zuschauer – das ist doch eine schöne Kulisse.“

Wie schon in Leipzig will sich der Zipsendorfer FC auch gegen den früheren Bundesligisten nicht verstecken. „Das wollen wir nicht und das ist auch nicht meine Art, Fußball zu spielen, wenn man sich nur hinten rein stellt.“ Zudem würden in seiner Mannschaft auch der eine oder andere Spieler auflaufen, der sich empfehlen möchte.

Und überhaupt: Der 54-Jährige hat ausgemacht, dass in dieser vierten Liga „keine Mannschaft nur defensiv spielt, alle sind offensiv ausgerichtet“. Das sei man auch den Zuschauern schuldig, „die zu uns ins Stadion kommen. Sie wollen attraktiven Fußball sehen – so wie das Spiel in Leipzig“. Nur das Ergebnis, das stimmte nicht. Auch wenn es gegen einen weiteren Aufstiegskandidaten geht, die Woche verlief an der Glaserkuppe wie gewohnt.

„Wir trainieren das, was wir können, was uns ausmacht, was wir am Spieltag zeigen wollen und schauen nicht, was der Gegner besonderes machen könnte.“ Das habe nichts mit Überheblichkeit zu tun, sagt Heiko Weber, sondern damit, „dass wir zu Hause zu allem fähig sind, wenn sich alle reinhängen, wir alles rauswerfen“.

Auswärts gelingt das noch nicht so wie gewünscht, wie das Spiel in Leipzig zeigte. „Wir gleichen zweimal aus – und in der letzten Minute bekommen wir einen Elfer, weil der Torhüter einen Black out hat.“ Aber das sei nicht tragisch, „unser Keeper ist 22 Jahre alt und solche Situationen, dass sich ein Torwart beim rauslaufen verschätzt oder zu spät dran ist und ein Foul begeht, die sieht man auch in der Bundesliga.“ Doch denkt der Fußball-Lehrer an das Spiel in Cottbus zurück, da geht er nicht so gnädig um mit seinen Spielern. Bis zur 84. Minute führten die Meuselwitzer 2:0, dann kassierten sie noch drei Tore und standen mit leeren Händen da.

Das soll sich nicht wiederholen. Der Spielplan steht, die Spieler sind eingewiesen. „Wir sprechen die ganze Woche viel“, sagt der Trainer, da sei die finale Besprechung am Spieltag „eher ein Ritual“. Es gebe noch ein paar Kernsätze und dann geht es raus – kernig und ehrlich.

ZFC Meuselwitz – FC Energie Cottbus, Sonntag, 13.30 Uhr, Bluechip-Arena

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