ZFC Meuselwitz mit Sieg zur Silberhochzeit gegen RB Leipzig II

Meuselwitz  Regionalliga Die Mannschaft von Heiko Weber schlägt RB Leipzig II mit 2:1 – dank eines Last-Minute-Treffers von Dawid Krieger.

Zweikampf zwischen dem Meuselwitzer Sebastian Albert (vorn) und dem Leipziger Alexander Sorge. Foto: Jens-Paul Taubert

Zweikampf zwischen dem Meuselwitzer Sebastian Albert (vorn) und dem Leipziger Alexander Sorge. Foto: Jens-Paul Taubert

Foto: zgt

Am Sonnabend gewann der ZFC Meuselwitz im letzten Punktspiel seiner siebenten Saison vor 752 Zuschauern mit 2:1 gegen RB Leipzig II. Dank eines Treffers von Dawid Krieger in der 90. Minute.

ZFC-Präsident Hubert Wolf war der Ausgang der Partie nicht so wichtig. „Alles, was heute passiert, ist gut. Danach wird auf jeden Fall gefeiert“, sagte er. Aber keine sportlichen Höchstleistungen seines ZFC waren der Grund zur Party, sondern vielmehr private Gründe: Hubert Wolf und seine Frau und Vereinsschatzmeisterin Brit Wolf haben heute ihr silbernes Ehejubiläum, weshalb am Samstag kurz nach dem Abpfiff mit einigen hundert Verwandten, Freunden und Bekannten schon mal ein Polterabend stieg.

Das Spiel selbst startete schwungvoll, obwohl es für beide Mannschaften um nichts mehr ging. Die erste Duftmarke setzte in der zweiten Minute Benjamin Boltze, der gefährlich vor RB-Keeper Sebastian Brune auftauchte, aber das Leder verzog. Aber auch die Leipziger hatten Chancen. Felix Beiersdorf und Timo Mauer tauchten gefährlich vor ZFC-Keeper Norman Teichmann auf. Die Hausherren kompensierten die technischen Vorteile der Gäste aber ganz gut mit Kampfkraft und Robustheit, mit denen sie den in der Rückrunde erstarkten Messestädtern vor allem vor dem Tor oftmals den Schneid abkauften.

Meuselwitz mit Platz 14 nicht zufrieden

Bis zur 43. Minute hielt dieses torlose Remis, dann aber klappte ein Meuselwitzer Abwehrversuch nicht wie geplant. Und dies wurde von RB sofort bestraft: Eine Faustabwehr von Keeper Teichmann ging retour ins Spielfeld zum lauernden Routinier Henrik Ernst. Der fackelte nicht lange, zog trocken aus 20 Metern ab und traf zur Leipziger Führung. Wieder mal ein Rückstand für den ZFC, wie nicht selten in dieser Saison. Aber die Meuselwitzer agierten in der zweiten Halbzeit noch aggressiver, ohne aber unfair zu werden. Was sich letztendlich auch auszahlte: In der 56. Minute flankte der auffällige Michael Rudolph fein auf David Haider Kamm Al-Azzawe, der per Flugkopfball RB-Keeper Brune zum 1:1 überwinden konnte. Völlig verdient zu diesem Zeitpunkt. Und die Meuselwitzer gewannen nun noch mehr das optische Übergewicht gegen jetzt manchmal unkonzentriert wirkende Gäste.

Diesen Sonnabend wurden die Meuselwitzer Bemühungen bei warmen Frühlingswetter auch mal belohnt. Der eingewechselte Dawid Krieger, der immer ein Unruheherd im Spiel war, knipste in der 90. Minute. Einen Konter verwertete er freistehend aus 15 Metern zur umjubelten 2:1-Führung, die zugleich auch der Endstand war. Sein viertes Tor der Saison! Und zugleich der letzte Saisontreffer.

„Glückwunsch an den ZFC“, sagte RB-Trainer Tino Vogel, der Samstag sein letztes Spiel als Trainer der Reserve des Bundesligisten erlebte, mit sieben Jahren Zugehörigkeit dort aber zu den Urgesteinen gehört. „In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, was unsere Führung ausdrückte. Aber im zweiten Durchgang kamen wir nicht mehr wie gewünscht in die Räume und konnten unsere Angriffe abschließen. ZFC-Trainer Heiko Weber befand: „Heute haben wir gegen einen sportlich außergewöhnlichen Gegner bestanden. Aber mit dem 14. Platz in der Schlusstabelle sind wir nicht zufrieden und intern sogar enttäuscht. Jetzt werden wir die Pause nutzen, um eine schlagkräftige Mannschaft für die neue Saison aufzubauen, um solche Partien nicht erst kurz vor Schluss zu entscheiden.“