Fußball

Spielabbruch in Bad Köstritz

Bad Köstritz.  Fußball, Kreispokal, Viertelfinale: Bedrohter Referee beendet Partie zwei Minuten vor Ende der Verlängerung. Niederpöllnitz mit Mühe weiter

Elstertal-Torwart Lucas Peter (Mitte) fängt einen Freistoß vor dem Meuselwitzer Spielertrainer Mirko Graf ab.

Elstertal-Torwart Lucas Peter (Mitte) fängt einen Freistoß vor dem Meuselwitzer Spielertrainer Mirko Graf ab.

Foto: Jens Lohse / OTZ

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SV Elstertal Bad Köstritz - FSV Meuselwitz Abbruch nach 118 Minuten

Zwei Minuten vor Ende der Verlängerung brach Referee Geidel (Gera) die Begegnung ab. Nach der zweiten Roten Karte für einen Köstritzer - Kunze hatte im Liegen nachgetreten - hatte ein Zuschauer beim Stand von 2:3 nach einem längeren Sprint zur Spielfeldbarriere und dort von anderen Besuchern zurückgehalten lautstark gerufen: „Du kommst hier nicht mehr lebend raus!“

Sich bedroht fühlend, beendete der Schiedsrichter die Partie daraufhin vorzeitig. Nach den Gewaltvorfällen in Hessen am letzten Wochenende, wo ein Schiedsrichter nach dem Zeigen einer gelb-roten Karte vom Sünder niedergeschlagen und anschließend per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurde, hatte DFB-Präsident Fritz Keller erst am Mittwoch einen Brief an alle Referees in Deutschland verschickt, in dem er sich für das Engagement der Unparteiischen bedankte.

„Es ist ein unerträglicher Zustand , dass zahlreiche Unparteiische in Deutschland mit einem Gefühl der Angst zu Fußballspielen fahren und froh sind, bestimmte Spiele hinter sich zu haben“, heißt es darin. Schnell reagierten die Fußball-Schiedsrichter Ostthüringen auf die Geschehnisse. Auf deren Facebook-Seite stand noch am selben Abend geschrieben: „Hier wurden ganz klar rote Linien überschritten. Muss erst ein Sportler auf einem Amateurfußballfeld sterben, bis alle mal anfangen, klar im Kopf zu werden? ´Respekt vor Schiedsrichtern` ist keine Phrase, er ist zwingend notwendig, um unseren Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Wir jedenfalls lassen uns unser Hobby und den Fußball in Ostthüringen nicht von Gewaltbereiten nehmen. Deshalb braucht es nun eine klare Reaktion auf die Geschehnisse.“ Der Schiedsrichter-Ausschuss beriet über konkrete Maßnahmen. Bis zum Abbruch hatten die Zuschauer ein rasantes Pokalspiel gesehen. Nach Gebhardts frühen 1:0 (3.) hätte der Torschütze weiter erhöhen können, doch scheiterte er mit einem Elfmeter an FSV-Keeper Sischka. Kurz vor der Pause glichen die Meuselwitzer aus.

Nach einem Zusammenspiel mit Spielertrainer Graf vollendete Gentzsch von der Strafraumgrenze überlegt zum 1:1 (39.). Eine tolle Kombination über Wünsch, Welzer und Hanz schloss Schroth nach Wiederbeginn mit dem 2:1 ab (70.). Nach Rot für den Köstritzer Wechselspieler Körner wegen Assistenten-Beleidigung (90.) kamen die Meuselwitzer in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit nach einem langen Freistoß durch Dietrich zum 2:2-Ausgleich (90.+2). In der Verlängerung brachte Hennig die Gäste schnell in Führung - 2:3 (93.). Auch den Köstritzern boten sich noch einige Chancen, bis der Abbruch eine bis dahin reizvolle Begegnung jäh beendete.

Post SV Gera - SV Blau-Weiß Niederpöllnitz 1:3 (1:1, 1:0) n.V.

Die bis auf Andy Lippold in Bestbesetzung angetretenen Geraer Postler forderten vor 112 Zuschauern in Bieblach den ungeschlagenen Kreisoberliga-Spitzenreiter aus Niederpöllnitz heraus. Mit einigen oberliga- und thüringenliga-erfahrenen Kickern angetreten, machten die Hausherren schnell deutlich, das man für eine Überraschung gut war. Das schnelle 1:0 durch Jafari (2.) spielte den Hausherren in die Karten. Niederpöllnitz hatte den Gastgeber wohl etwas unterschätzt, brachte in der Pause mit Linsel und Otto zwei frische Kräfte. Nach einem Abseitstor von Peters (50.) gelang dem baumlangen Angreifer nach einem Rückpass von Poser von der Grundlinie doch das 1:1 (62.). Post versteckte sich auch in der zweiten Hälfte nicht. Weidlich traf nur das Außennetz. Zweimal hätten sich die Gäste nicht beschweren dürfen, wenn Referee Kaster auf Elfmeter für Gera entschieden hätte. Auf der anderen Seite lenkte Keeper Zwick einen Schuss von Lukas Müller an die Latte (70.). Peters traf das leere Tor nicht (75.). Ein Geike-Treffer für Post fand keine Anerkennung, weil zuvor Fuchs im Luftkampf Philipp Müller behindert hatte (80.). In der Verlängerung blieb die Partie ausgeglichen. Weidlich wurde noch geblockt. Für Blau-Weiß scheiterte Lukas Müller. Erst ein weiter Poser-Freistoß ließ Niederpöllnitz jubeln. Peters köpfte zum 1:2 ein (110.). In der Schlussminute setzte Menzel mit einem Flachschuss durch die Beine von Zwick den 1:3-Schlusspunkt (120.).

SV Einheit Altenburg - SV 1879 Ehrenhain II 0:4 (0:1)

Vor 119 Zuschauern versuchte der Kreisklasse-Zweite Einheit Altenburg den souveränen Kreisliga-Spitzenreiter aus Ehrenhain vornehmlich mit körperlicher Härte zu beeindrucken. Gäste-Kicker Vollak brachte die Thüringenliga-Reserve früh in Führung (8.). Nach einer guten halben Stunde musste der erste Kicker der Skatstädter mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen (32.). Hillers 0:2 Mitte der zweiten Hälfte bedeutete dann schon eine Vorentscheidung (66.). Referee Voigt (Gera) schickte zwei weitere Altenburger vorzeitig vom Platz (70., 78.). Mit nur noch acht Spielern auf dem Platz fing sich die Einheit-Elf noch einen Doppelpack von Noah Krosse (81., 84.) zum 0:4-Endstand ein. SV Schmölln 1913 - SV Blau-Weiß 90 Greiz 6:2 (3:0)Schmölln. Recht ersatzgeschwächt traten die Greizer beim Pokalverteidiger in Schmölln an. Nach drei Großchancen der Knopfstädter durch Zschäck und Neumaier verwandelte Sieler-Fischer eine Ecke direkt zum 1:0 (10.). Die Hausherren waren haushoch überlegen. May ließ im Nachsetzen Blau-Weiß-Keeper Schlosser keine Abwehrchance (25.), Neumaiers Vorarbeit nutzte der zuvor im Abschluss glücklose Zschäck zum 3:0 (31.). Cepnik per Kopf nach einer Ecke (50.) und Neumaier nach Mays Querpass (51.) ließen die Schmöllner nach Wiederbeginn auf 5:0 enteilen. Der Gastgeber steckte einen Gang zurück. Poltsch per Kopf nach einem Himmer-Freistoß (59.) und Lott aus spitzem Winkel (65.) verkürzten für die Greizer, ehe Hofmann mit dem Treffer zum 6:2 nach Vorarbeit von Hass (69.) für den 6:2-Endstand sorgte.

SV Schmölln 1913 - SV Blau-Weiß 90 Greiz 6:2 (3:0)

Recht ersatzgeschwächt traten die Greizer beim Pokalverteidiger in Schmölln an. Nach drei Großchancen der Knopfstädter durch Zschäck und Neumaier verwandelte Sieler-Fischer eine Ecke direkt zum 1:0 (10.). Die Hausherren waren haushoch überlegen. May ließ im Nachsetzen Blau-Weiß-Keeper Schlosser keine Abwehrchance (25.), Neumaiers Vorarbeit nutzte der zuvor im Abschluss glücklose Zschäck zum 3:0 (31.). Cepnik per Kopf nach einer Ecke (50.) und Neumaier nach Mays Querpass (51.) ließen die Schmöllner nach Wiederbeginn auf 5:0 enteilen. Der Gastgeber steckte einen Gang zurück. Poltsch per Kopf nach einem Himmer-Freistoß (59.) und Lott aus spitzem Winkel (65.) verkürzten für die Greizer, ehe Hofmann mit dem Treffer zum 6:2 nach Vorarbeit von Hass (69.) für den 6:2-Endstand sorgte.

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