Gegen Aue die Kritiker zum Schweigen bringen

Jena.  Handball Mitteldeutschen Oberliga: Gegen das Team aus Aue soll beim HBV Jena vor allem die Abwehr halten.

Pierre Liebelt-Passage (vorn) und Co-Trainer Thomas Haugk vom HBV Jena.

Pierre Liebelt-Passage (vorn) und Co-Trainer Thomas Haugk vom HBV Jena.

Foto: Jens Henning

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„Entspannt bin ich nicht“, sagt Sergio Ruiz Casanova, Geschäftsführer beim HBV Jena, vor dem Kellerduell seiner Männermannschaft am Sonntag ab 16 Uhr gegen die zweite Mannschaft vom Erzgebirgischen Handball-Verein (EHV) Aue.

Der Auswärtspunkt beim HSV Apolda hat Mut gemacht. Die Gefühlswert von Casanova nach den 60 aufregenden Minuten ist dennoch sehr gemischt. „Einerseits hatten wir den Sieg schon in der Hand. Dann standen wir mit leeren Händen da. Am Schluss haben wir wenigstens noch einen Punkt gerettet“, sagt er über das 32:32 beim Nachbarn Apolda.

Gegen Aue II, das nur drei Punkte mehr auf dem Konto hat, gilt es, „Charakter zu zeigen.“ Für Trainer Pierre Liebelt-Passarge gab und gibt es kein Ultimatum. „Ich habe das Gefühl, dass er gut trainiert. Die Mannschaft ist nicht zerstritten. Vor der Saison dachten wir alle, die Mannschaft würde in diesem Jahr keine Probleme haben, die Klasse zu halten. Warum das Team die Leistungen nicht am Spieltag abruft, ist das große Rätsel“, sagt der HBV-Geschäftsführer.

Der Schwerpunkt im Training lag in dieser Woche auf dem Abwehrverhalten. „32 Tore zu bekommen, das ist einfach zu viel, auch in Apolda. Spiele gewinnt man zuerst in der Deckung“, sagt Casanova. Gegner Aue II, Aufsteiger aus der Sachsenliga, agierte zuletzt mit einer offensiven Abwehr. Trainer Liebelt-Passarge hofft auf die individuelle Klasse eines Marcel Popa und auf das starke eins-eins-Verhalten von Jan Minas. Ob Minas am Sonntag mitspielen kann, ist allerdings noch offen. Anfang der Woche war sein Einsatz eher fraglich.

„Jan wäre schon wichtig bei so einer Taktik“, sagt Liebelt-Passarge. Das Video-Studium erfolgt am Sonntag kurz vor dem Spiel. Von Psycho-Tricks hält Liebelt-Passarge nicht viel. „Die Spieler haben ihren Ablauf vor dem Spiel. Sie befinden sich da meist in einem Tunnel, bevor der Anpfiff erfolgt.“ Erhöht wurde der Trainingsumfang.

Seit zwei Wochen bittet der Coach seine Spieler viermal in der Woche in die Turnhalle. Mit dem Verein aus Aue verbindet der HBV-Trainer eine eigene kleine Erfolgsgeschichte. „In Aue habe ich mein erstes Spiel in der zweiten Liga absolviert. Damals stand ich für Werratal im Tor.

Ich durfte bei zwei Siebenmetern ins Tor und habe beide gehalten.“ An diese Zeiten kann sich sicher keiner seiner Spieler erinnern. Das war 2004, vor über 15 Jahren. Für die Jenaer ist die Partie gegen die Erzgebirger das zwölfte von 26 Punktspielen. 20 Punkte sind wohl nötig für den Ligaverbleib in der Mitteldeutschen Oberliga. Aktuell steht der HBV bei fünf.

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